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Vorstand der César-Akademie tritt geschlossen zurück
Aus Kultur-Aktualität vom 14.02.2020.
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Nach Streit um Polanski Die Führung der César-Akademie tritt geschlossen zurück

Ein Paukenschlag: In der Debatte um den neuen Polanski-Film zieht der Vorstand der César-Akadmie einen Schlussstrich.

Endlich wieder Ruhe: Dies erhofft sich der Vorstand der französischen César-Akadmie mit einem radikalen Schritt – dem kollektiven Rücktritt. Dies hat die César-Führung gestern Donnerstagabend mitgeteilt.

Umstrittene Polanski-Nominierung

Hintergrund des Entscheids ist die Nominierung des umstrittenen Filmemachers Roman Polanski.

Die Akademie war jüngst unter Beschuss geraten, weil sie das Drama «J'accuse» des mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontierten Filmemachers Polanski in zwölf Kategorien nominiert hatte – unter anderem als bester Film und für die Auszeichnung als bester Regisseur. Polanski führt die Nominierungen für den Filmpreis César damit an.

400 Filmschaffende verlangten eine Reform

Kurz vor dem Filmstart im vergangenen November hatte ein früheres Model Polanski vorgeworfen, sie 1975 vergewaltigt zu haben. Der Filmemacher bestreitet den Vorwurf. Frauenrechtlerinnen forderten deshalb die Absetzung des Films.

Am Montag hatten rund 400 Filmschaffende in einer in der Zeitung «Le Monde» veröffentlichten Stellungnahme eine «tiefgreifende Reform» der César-Akademie gefordert. Sie warfen der Institution unter anderem Intransparenz vor.

Nun also ein radikaler Schlussstrich: Um die Filmschaffenden des Jahres 2019 zu ehren und wieder Ruhe einkehren zu lassen, habe die Leitung sich zu diesem Schritt entschlossen, schreiben sie in ihrer Mitteilung.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur aktuell, 14.02.2020, 6 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Stefano Simeone  (SteSi)
    Wurde Polanski oder der Film nominiert? Ein Film ist das Werk mehrerer Beteiligten, diesen auf das Werk eines einzelnen zu reduzieren, ist unstatthaft. Was angeblich vor 45 passiert sein sollte, hat keinen Zusammenhang mit dem Werk. Das Abstraktionsvermögen der "Akademie" stellt ihre Qualifikation in Frage. Ich begrüsse den Rücktritt dieser Elite.
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  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Die Feministinnen haben eine Art Kulturkampf des Westens losgetreten und wollen nun alles ihnen nicht Genehme eliminieren. Polanski wurde nie verurteilt und was gemacht wird ist eine reine Hexenjagd.
    Ich warte darauf, dass die Feministinnen als Nächstes einen Index verlangen und Filme, Bücher etc. verboten werden. Einmal Tanz der Vampire anschauen gibt dann 6 Monate Freiheitsstrafe.
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    1. Antwort von Susanne Saam  (Biennoise)
      Polanski wurde nicht verurteilt, weil er aus den USA geflohen ist, bevor das Urteil gefällt wurde. Wenn es Ihnen, Markus Kohler, genehm ist, eine 13jährige unter Drogen zu setzen und zu vergewaltigen.... Das ist hoffentlich nicht nur Feministinnen nicht genehm.
  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    1975? Sorry, wenn jemand 45 jahre wartet, um mit so einer Anschuldigung zu kommen, halt erst, wenns dann grad in die persönliche Agenda passt, kann ich diese Person nicht ernstnehmen. Tönt schwer nach Trittbrettfahrerin. Gibts auch ähnliche Anschuldigungen, die in diesem Jahrtausend stattgefunden haben? Vielleicht hat der Mann ja auch etwas gelernt nach dem einen Fall, den er ja auch zugibt, (?) und den die Justiz erbärmlich verpasst hat, beizeiten zu ahnden. Schafft den Cesar ab!
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