Neu im Kino Beat Schlatter schickt Flitzer über den Fussballrasen

Wie lange bleibt der Nackedei auf dem Spielfeld, bevor er gefasst wird? Um solche Wetten geht es in der Komödie «Flitzer».

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Kinostart: «Flitzer»

0:49 min, vom 11.10.2017

Die Anforderungen an einen Flitzer sind hoch: Er muss sich flink ausziehen, schnell rennen, geschickt der Security ausweichen und dabei auch noch eine gute Show abziehen.

Deshalb braucht er ein ausgeklügeltes Trainingsprogramm. Zumindest in der neuen Schweizer Komödie «Flitzer». In der werden die Nackten vom Lehrer Balz Näf (Beat Schlatter) gecoacht.

Geld verzockt, von Polizei gejagt

Der hat das Geld für den neuen Sportplatz der Schule verzockt. Seine Idee, um an Kohle zu kommen: Eine Horde Frauen und Männer rekrutieren, sie als Flitzer bei Fussballspielen aufs Feld schicken und Wetten abschliessen lassen, wie lange sie durchhalten, bevor sie vom Sicherheitspersonal gefasst werden.

Klappt am Anfang ganz gut. Doch schon bald ermittelt eine Polizistin (Doro Müggler) mit einem ganzen Einsatzkommando gegen die organisierte Bande.

Im Fokus: Zwei Männer sitzend auf einer Fussballtribüne. Einer ist jung, der andere älter. Der ältere Mann trägt Mütze und Sonnenbrille. Beide lächeln. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit Coiffeur Kushtrim (links, Facebook-Star Bendrit Baja) zieht Näf das Flitzer-Geschäft auf. Frenetic Films

Mit Promis aus Sport, Politik und Internet

Die Idee stammt von Beat Schlatter. Das Drehbuch hat er gemeinsam mit Regisseur Peter Luisi («Der Sandmann») verfasst. Der hat für seinen neusten Film nicht nur Schweizer Schauspieler ins Boot geholt, sondern auch aus anderen Sparten Darsteller gefischt.

So hält beispielsweise Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger als Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger eine Rede, Schwinger Christian Stucki darf als geprellter Handwerker bedrohlich den Vorschlaghammer schwingen und Facebook-Star Bendrit Bajra hat eine Hauptrolle als Näfs Coiffeur und Komplize im Flitzer-Business.

Nackt, aber nicht exhibitionistisch

Flitzen als Trendsport. Klingt absurd – und ist es auch. Doch von dieser Absurdität lebt der Film.

Das Flitzer-Bootcamp, das Loser zu Profi-Sportlern machen soll, ist unterhaltsam. Ebenso die immer neuen Wege, welche die Adams und Evas finden, um die Wachmänner und -frauen am Spielfeldrand zu überlisten. Eine Nackt-Einlage jagt die nächste – tatsächlich ohne allzu exhibitionistisch zu werden.

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SRF-Koproduktion

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat diesen Film koproduziert.

Die Macher konnten sich zwar den einen oder anderen albernen Glitzertanga-Gag nicht verkneifen. Und auch die Figuren vom trotteligen Lehrer über den kleinkriminellen Coiffeur bis zur strebsamen Polizistin sind ziemlich klischiert.

Doch insgesamt ist «Flitzer» eine unterhaltsame Feel-Good-Komödie mit einigen witzigen Einfällen.

Kinostart: 12. Oktober 2017