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Kinostart diese Woche: «Birds of Prey»
Aus Keine 3 Minuten – Die Filmkritik für Eilige vom 07.02.2020.
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Neu im Kino «Birds of Prey»: Anarchische Antiheldinnen machen Männer platt

Die Filmstars Margot Robbie und Ewan McGregor brillieren. Die Story bleibt bei dieser Gewaltorgie auf der Strecke.

Harley Quinn (Margot Robbie) ist wieder solo. Ein Zeichentrick-Prolog schildert, wie ihre Beziehung mit dem Joker in die Brüche ging.

Die Liaison, die im Vorgängerfilm «Suicide Squad» (2016) im Zentrum stand, hatte überhaupt erst dazu geführt, dass aus der Psychiaterin Harleen Quinzel die Psychopathin Harley Quinn wurde.

Ohne ihren berühmt-berüchtigten Beschützer ist nun die halbe Unterwelt von Gotham City hinter Harley Quinn her. Allen voran der machthungrige Roman Sionis (Ewan McGregor).

Als sie von dem Gangsterboss gefasst wird, kann Harley Quinn ihn überreden, sie am Leben zu lassen. Sie verspricht ihm im Gegenzug, einen Diamanten zu beschaffen, den er unbedingt will.

Das ehrlichste Zitat

Gauner zielen auf Harley Quinn.
Legende: Harley Quinn (Margot Robbie) ist auf Gothams Strassen nicht mehr sicher. Warner Bros.

«Entschuldige, Mädchen. Aber ich bin einfach eine schreckliche Person.» Das gesteht Harley Quinn der Jugendlichen Cass (Ella Jay Basco), zu der die Spur des Diamanten führt.

Die Schauspielerin

Margot Robbie und Regisseur Quentin Tarantino 2019 in Cannes, wo sie ihren Film «Once Upon a Time in Hollywood» präsentierten.
Legende: Margot Robbie und Regisseur Quentin Tarantino 2019 in Cannes, wo sie ihren Film «Once Upon a Time in Hollywood» präsentierten. Keystone

Margot Robbie gehört zurzeit zu den gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods.

Quentin Tarantino castete sie als Roman Polanskis Muse Sharon Tate in «Once Upon a Time in Hollywood» (2019).

Aktuell ist Robbie im faktenbasierten Drama «Bombshell» auf der Leinwand zu sehen: Als TV-Journalistin, die von ihrem Chef sexuell bedrängt wird.

Für diese Leistung wurde die 29-Jährige für einen Oscar nominiert. Ihre erste Oscar-Nominierung hatte sie 2018 für «I, Tonya» erhalten.

Darin spielt sie die Eiskunstläuferin Tonya Harding, deren Ex-Mann zwei Schläger beauftragte, eine ihrer Konkurrentinnen zu verletzen.

Fakten, die man wissen sollte

Harley Quinn, Batman und der Joker in einer Szene der TV-Serie «Batman: The Animated Series».
Legende: Harley Quinn, Batman und der Joker in einer Szene der TV-Serie «Batman: The Animated Series». DC

Harley Quinn ist eine der wenigen Figuren aus dem Hause DC Comics, die ihren ersten Auftritt in einer Zeichentrickserie hatte: 1992 in «Joker‘s Favor», einer Episode von «Batman: The Animated Series».

Ihre Schöpfer Paul Dini und Bruce Timm betrachteten das Ganze ursprünglich als einmaliges Intermezzo. Doch Harley Quinn wurde so populär, dass sie wiederkehrte und ab 1993 auch in Batman-Comics mitmischte.

Seit 1996 ist die durchgeknallte Ex-Psychiaterin zudem Teil der «Birds of Prey», einer Truppe, die ausschliesslich aus Antiheldinnen besteht und 2001 eine eigene TV-Serie erhielt.

Im Kino schlüpfte Margot Robbie erstmals in «Suicide Squad» (2016) ins Kostüm von Harley Quinn.

Statt der Narrenkappe des Harlekinkostüms der Comicfigur trug sie jedoch zwei unterschiedlich gefärbte Haarschwänze: einen pinken und einen blauen.

Das Urteil

Die vier Antiheldinnen, die Birds of Prey bilden.
Legende: Die «Birds of Prey»: eine suspendierte Polizistin, eine Armbrustschützin, Harley Quinn, ein Teenager und eine Nachtclub-Sängerin. Warner Bros.

Alle Figuren sind hinter einem Diamanten her und gehen sich gegenseitig an den Kragen. Das führt zu einer sinnlosen Gewaltorgie.

Dass es Badass-Frauen sind, die Männern auf die Hucke geben, macht die Sache zwar politischer, aber nicht besser.

Pluspunkte sammelt der Film mit seinem schrägen Humor und den Schauspielleistungen seiner Stars: Margot Robbie und Ewan McGregor bestechen als unerbittliche Widersacher.

Dadurch hebt sich «Birds of Prey» immerhin etwas von seinem komplett missglückten Vorgänger «Suicide Squad» ab.

Kinostart: 6.2.2020

1 Kommentar

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  • Kommentar von Markus Holti  (M.A.Holti)
    Der Film ist einfach nur krank, zeigt jedoch treffend, in welche Richtung sich eine Gesellschaft entwickelt, wenn diese sich von allen ethischen Werten lossagt. Wir sind leider zurzeit auf dem "besten" Weg dazu. Der Mensch ist was er isst, dies gilt nicht nur für die Nahrung. Schaut euch schöne, spannende, etc. Filme an und nicht diesen Junk-Food, der im nur geistige Blähungen gibt. Es ist wirklich tragisch, dass solche Filme überhaupt produziert werden.
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