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Neu im Kino «Hoppers»: Endlich wieder ein Film in guter alter Pixar-Tradition

Bis vor kurzem setzte Pixar vor allem auf Sequels – doch ihr 30. Film zeigt, dass das Studio noch immer für Überraschungen gut ist. «Hoppers» erzählt die Geschichte von Tierfreundin Mabel, die einen Teich retten will – und sich dafür in einen Biber verwandelt. Ein «Pixar» alter Schule.

Lange galt das Animationsstudio Pixar als geniale Kreativfabrik: Es produzierte Filme voller unglaublicher Ideen und guter Gags, die Erwachsene und Kinder gleichermassen gerne schauten. Aber dies schien seit längerem vorbei. Sicher, die meisten Animationsspektakel spielen ihr Geld ein und tauchen regelmässig bei den Oscars auf, aber es sind mittlerweile oft Fortsetzungen. Der erfolgreichste Pixar-Film ist «Inside Out 2», der weltweit über 1.6 Milliarden US-Dollar einspielte.

Fortsetzungen über Fortsetzungen

Sequels sind reizvoll für das Studio, weil die Entwicklungskosten geringer sind. Die Figuren sind schon entwickelt, genauso wie die Welt, in der sie existieren. Ausserdem gehen die Macher davon aus, dass Zuschauende sich Dinge, die sie schon kennen, eher anschauen. Deshalb ist es kaum überraschend, dass Neues von «Coco» und «The Incredibles» angekündigt ist.

Bei den Animationen sind es oft andere Studios, die zeigen, was Innovation bedeutet. Allein Sony Studios mit seinem oscarprämierten «Spiderman: Into the Spider-Verse» (2018) oder dem gerade in den Kinos gestarteten «GOAT», die jeweils ein Feuerwerk für die Augen sind.

Mit neuen Stoffen hat Pixar zuletzt eher zwiespältige Erfahrungen gemacht. «Elemental» ging am Startwochenende im Juni 2023 unter und entwickelte sich erst im Verlauf des Sommers zu einem Hit. Vergangenes Jahr floppte «Elio», eine Geschichte über einen Jungen, der seine Eltern verloren hat und davon träumt, auf Ausserirdische zu treffen, was dann auch passiert.

Junge und Monster auf leuchtender Rutsche im Weltraum.
Legende: Optisch ein Hingucker, inhaltlich eher mau: Die Pixar-Produktion «Elio» soll rund 200 Millionen US-Dollar gekostet haben. Eingespielt hat er nur 150 Millionen. Disney

Die Abenteuer des Titelhelden wurden so uninspiriert und unkomisch erzählt, dass es nicht wundert, dass Menschen, die einen Familienfilm sehen wollten, Realverfilmungen von «How to train your Dragon» oder «Lilo & Stitch» bevorzugten. Eine Oscar-Nomination hat «Elio» übrigens trotzdem bekommen. Doch dieses Jahr fährt Pixar zweispurig.

Mit Einfallsreichtum vergangener Tage

Einerseits wird im Juni die Erfolgsreihe «Toy Story» mit einem fünften Teil fortgesetzt. Bisher haben die Filme rund ums lebende Spielzeug über drei Milliarden US-Dollar eingespielt. Eine sichere Sache also. Davor und andererseits gibt es aber diese Woche was Neues aus dem Animationsstudio: «Hoppers». Der zeigt Pixars Einfallsreichtum vergangener Tage.

Zwei Wissenschaftlerinnen und ein Biber-Roboter.
Legende: Tadaa! In «Hoppers» haben es Wissenschaftlerinnen es geschafft, menschliche Gehirne in Roboter-Tiere zu übertragen. Disney

Die Heldin ist die 19-jährige Tierfreundin Mabel, die einen Teich mit seinen Tieren vor dem Bürgermeister und seinen Brückenbauprojekt retten will. Das klappt eher mässig, bis sie auf Wissenschaftlerinnen trifft, die Tierroboter entwickelt haben, in die das menschliche Gehirn transferiert werden kann. Es ist also ein bisschen wie in James Camerons «Avatar».

Mabel verwandelt sich in einen Biber und kann dadurch mit anderen Tieren sprechen, die glauben, sie wäre ein echter Säuger. Ihr Abenteuer beginnt.

Das Gute ist, dass es keine unrealistische Tierwelt ist. Dass die Tiere sich untereinander verspeisen, ist normal und Teil der von den Tieren entwickelten Teichregeln.

«Hoppers» ist lustig, schnell, aber auch manchmal traurig. Die Botschaft ist klar: Menschen und Tiere bewohnen dieselbe Welt und müssen in friedlicher Koexistenz miteinander leben. «Hoppers» hat die Qualität alter Pixar-Filme. Also: Anschauen und dabei davon träumen, ein Biber zu sein. 

Kinostart: 5. März

Radio SRF 3, 05.03.2026, 9:15 Uhr

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