Die wollen doch nur spielen. Iron Maiden sehen vielleicht böse aus und machen laute, harte Musik, etwas zuleide tun wollen sie aber niemanden. So zeigt der Dokumentarfilm «Iron Maiden: Burning Ambition» diese Band, die in ihrer 50-jährigen Karriere Unglaubliches erreicht hat.
Die Band um den Bassisten Steve Harris wird als Gruppe von Schwermetallarbeitern gezeigt, die mit eiserner Disziplin und unerschöpflicher Schaffenskraft ans Werk geht. 41 Alben und 2500 Konzerte belegen das eindrücklich. Dabei denken Iron Maiden immer nur ans Wohl der Fans.
Teil einer Familie
Die Anhänger von Iron Maiden sind eine treue, eingeschworene Gemeinschaft. «Egal, ob du Mann oder Frau bist, Christ, Muslim oder Jüdisch – Fans von Iron Maiden sind Teil einer riesigen Familie» verkündet Sänger Bruce Dickinson im Film.
Das glaubt man, wenn man den Fans zuhört, die in diesem Film oft zu Wort kommen. Aus ihnen allen spricht eine liebevolle Begeisterung für diese Band. Vom Pharma-Manager bis zum Berufssoldaten sind die unterschiedlichsten Fans zu hören – unter ihnen auch Prominente wie Javier Bardem und Berufskollegen wie Lars Ulrich von Metallica, Gene Simmons von KISS und Tom Morello von Rage Against the Machine.
Dass die Fans so innig miteinander verbunden sind, könnte damit zusammenhängen, dass sie und ihre Lieblingsband von Aussen gerne belächelt werden. Die wenig subtile Gruselästhetik und die brachialen Themen machen es leicht, die Band als einfach gestricktes Vergnügen für Buben abzutun. Im Film betonen die Fans indes die musikalische und inhaltliche Komplexität der Songs.
Mit den Fans einig
Der Film macht keinen Hehl daraus, dass er die euphorische Begeisterung der Fans für diese Band teilt. Um kritische Distanz geht es nicht, genauso wenig darum, Neues zu erzählen.
Der Film rollt die wechselvolle Bandgeschichte in gewohnter Manier auf. Beginnend mit den ersten Erfolgen über folgenschwere Ab- und Zugänge in der Besetzung, den Einbruch der Popularität in den 90er-Jahren bis zu dem Wiedererstarken nach der Rückkehr von Sänger Bruce Dickinson. Heute sind Iron Maiden so populär wie zu den besten Zeiten in den 80ern.
Ehrliches Metal-Handwerk
Auch wenn sich «Burning Ambition» vor allem an Fans richtet: Neues erfahren diese damit nicht. Aber vielleicht macht das auch nichts – schliesslich geht es bei Iron Maiden ja um das immergleiche Erfolgsrezept – stilistisch und musikalisch haben sie sich seit ihrer Gründung kaum verändert.
Innovation war bei Iron Maiden nie besonders wichtig. Die Qualität dieser Band liegt darin, die Musik, die von Millionen Fans seit Jahrzehnten geliebt wird, mit Engagement und Leidenschaft am Leben zu erhalten. «Iron Maiden: Burning Ambition» ist eine Hommage an diese Knochenarbeit und an die einmalige Liebesbeziehung zwischen einer Band und ihren treuen Fans.
Kinostart: 13.5.2026