«Pan's Labyrinth»

Spanien 1944. Um der strafenden Hand ihres francotreuen Stiefvaters zu entkommen flüchtet die kleine Ofelia in Pans imaginäre Traumwelten. SRF zeigt den bildgewaltigen, für mehrere Oscars nominierten Fanatsyfilm von Guillermo del Toro im Rahmen des Themenschwerpunktes «Märchenhaft».

Ein Fabelwesen berührt ein Mädchen im Gesicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Doug Jones als der Faun, Ivana Baquero als Ofelia. SRF/New Line Cinema

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Sendeplatz

Mittwochnacht um 00:10 Uhr auf SRF 1

Spanien im Jahre 1944. Nach Ende des Bürgerkriegs im Jahre 1939 haben sich die verbliebenen Republikaner vor Francos faschistischen Truppen in die Berge zurückgezogen. Dorthin siedelt auch die zehnjährige Ofelia mit ihrer hoch schwangeren Mutter um. Ihr neuer Stiefvater, Captain Vidal (Sergi López), macht als sadistischer Offizier Jagd auf die verzweifelten Widerständler. Da die Mutter den ganzen Tag über das Bett hüten muss, ist das junge Mädchen in dieser bedrohlichen Umgebung mit seiner Fantasie alleingelassen.

Eine Kröte im Baumstumpf

In einem nahe gelegenen labyrinthischen Garten findet Ofelia einen Gefährten: einen Faun. Die gleichsam freundliche wie furchteinflössende Kreatur stellt in Aussicht, Ofelia müsse bis zum nächsten Vollmond drei Aufgaben erfüllen. Die erste lautet, einer Kröte in einem Baumstumpf einen Schlüssel abzunehmen. Die folgenden Aufträge sind kaum weniger ungewöhnlich. Als es um die Gesundheit ihrer Mutter immer schlechter steht und Captain Vidal einen Verräter in den eigenen Reihen vermutet, droht Ofelia zu scheitern.

Unheilvolle Parallelen zur Realität

Wie schon in «The Devil's Backbone» erzählt Guillermo del Toro von einer schwierigen Kindheit im von den Schrecken des Faschismus und dem Klima der Gewalt geprägten Spanien. Die Fantasiewelt, welche die junge Heldin auf ihren Missionen besucht, ist vom mexikanischen Filmemacher äusserst prächtig entworfen, taugt aber mit ihren unheilvollen Parallelen zur Realität dennoch nicht als rettende Zuflucht. Ofelia bleibt nichts übrig, als sich aufzulehnen gegen die Erwartungen und Befehle jener, die (vermeintlich) Macht über sie haben. «Pan's Labyrinth» war bei den Oscarverleihungen 2007 zwar auch als Bester fremdsprachiger Film und für das Beste Drehbuch nominiert, erhielt die begehrten Trophäen allerdings «bloss» für die Kamera, die Art Direction und das Make-up.