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Die Familie Feuerstein kommt zurück
Aus Kultur kompakt vom 29.04.2021.
abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
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Rückkehr der «Flintstones» Kennen Sie diese fünf Fakten zur Kult-Serie?

Die TV-Serie «Familie Feuerstein» bekommt eine Fortsetzung – Grund genug für einen Rückblick auf Wilma, Fred & Co.

Ein «Yabba Dabba Doo» für alle «Flintstones»-Fans: 55 Jahre nach der letzten Originalfolge von «Familie Feuerstein» bekommt die TV-Serie eine Fortsetzung. «Bedrock» heisst die neue Serie, mit der Warner Bros. Animation an die Erfolge in den 1960er-Jahren anknüpfen möchte.

Ganze 166 Folgen waren es, die Hanna-Barbera von 1960 bis 1966 produzierten. Im Mittelpunkt: Familienvater Fred mit seiner Gattin Wilma und Tochter Pebbles. Eine «moderne Steinzeitfamilie», wie es im berühmten Titelsong heisst – Rollenklischees der 60er-Jahre inklusive.

Auf die Steinzeit folgt nun die Bronzezeit, hier setzt die neue Serie «Bedrock» an. Sie dreht sich um die mittlerweile erwachsene Tochter Pebbles, die sich an ihre eigene Karriere wagt – während Hauptfigur Fred langsam in Rente geht. Wem dabei wehmütig wird: ein kurzer Blick zurück auf die Kult-Serie.

1. Die Feuersteins wären beinahe Römer geworden

Legende: «Familie Feuerstein» katapultierte William Hanna and Joseph Barbera in den Zeichentrick-Olymp. IMAGO / Everett Collection

Die Erfinder William Hanna und Joseph Barbera hatten verschiedene Ideen für ihre animierte Sitcom. Bevor die Feuersteins zur Steinzeitfamilie wurden, zogen die Macher andere Ären in Betracht: eine römische Familie, eine «Native American»-Familie oder eine Pilgerfamilie, wie Barbera 1997 in einem Interview verriet.


2. «Familie Feuerstein» war eine kleine TV-Revolution

Legende: Die «Flintstones» wurden in den 1960er-Jahren zur beliebtesten Zeichentrickserie überhaupt. IMAGO / United Archives

«Familie Feuerstein» war die erste Zeichentrickserie, die zur Hauptsendezeit im Fernsehen lief. Bis ihr später «Die Simpsons» den Rang ablief, war sie die langlebigste Zeichentrickserie der TV-Geschichte.

Nicht nur Kinder feierten die Serie, sondern auch Erwachsene. So wurde die Steinzeit-Sitcom insgesamt in 22 Sprachen übersetzt, und es folgten zahlreiche Spin-Offs.

3. Die Feuersteins sollten ursprünglich einen Sohn haben

Legende: Die Beliebtheit der Serie bei Kindern führte zu einer riesigen Sammlung von Flintstones-Merchandising. IMAGO / Everett Collection

In der dritten Staffel beschlossen die Macher, den Feuersteins ein Kind zu schenken. Es sollte ein Junge werden – bis eine Spielzeugfirma erklärte, dass mit dem Verkauf einer Mädchenpuppe viel mehr Geld zu verdienen
sei. So wurde Pebbles geboren.

Die Steinzeitfamilie wurde zur internationalen Marke, was den Machern Millionen über den Vertrieb von Merchandise einbrachte: von «Flintstones»-Frühstücksflocken bis hin zu «Flintstones»-Vitaminen.

4. Wilma und Fred waren eines der ersten TV-Paare, die sich ein Bett teilten

Legende: Irgendwie konnte der etwas ungepflegte Bauarbeiter Fred seine Frau Wilma immer um den Finger wickeln. IMAGO / Everett Collection

Lange teilten sich im US-Fernsehen Ehepaare kein gemeinsames Bett – zu anstössig. In dieser Hinsicht waren Wilma und Fred ziemlich fortschrittlich für eine Steinzeitfamilie: Sie gelten als eines der ersten TV-Paare, das im gleichen Bett schlief.

5. Die Feuersteins machten Werbung für Zigaretten

Legende: Rauchen gegen Geld: Barney und Fred gönnen sich eine Pause. Hanna-Barbera Productions

Zu einer aus heutiger Sicht ungewöhnlichen Zusammenarbeit kam es zu Beginn der 1960er-Jahre: Die Zigarettenmarke Winston sponserte «Die Feuersteins». So lief damals am Schluss der Serie ein Schwarz-Weiss-Spot, in dem sich Barney und Fred der Gartenarbeit entzogen, um zu paffen. Das Rauchen war aber nur von kurzer Dauer: Der 1970 in Kraft getretene «Public Health Cigarette Smoking Act» verbot Zigarettenwerbung im Fernsehen und Radio.

Radio SRF 2 Kultur, Kulturnachrichten, 28.04.2021, 7 Uhr.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Zaugg  (rägetag)
    Da könnten Sie recht haben
  • Kommentar von Hanspeter Zaugg  (rägetag)
    Wiiilmaaa!!! Leider läuft diese herrliche Serie nirgends mehr Vieles sieht man heute verklärt vieles war aber einfach gut und besser als heute Heute sind Serien oft zu brutal zu verklemmt, also die Protagonisten in den jeweilligen Storys zu Problembeladen was heute Locker daherkommt sind meist Remakes bekannter Stoffe. Natürlich muss auch alles politisch korrekt sein sonst geht heute gar nichts mehr
  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Wetten dass das Projekt in kürzester Zeit irgend einem Aufschrei der politischen Korrektheit, des Feminismus oder ähnlichem zum Opfer fällt?