Zum Inhalt springen

Header

Video
«Hommage 2021» ehrt Frauen
Aus Tagesschau vom 06.08.2021.
abspielen
Inhalt

50 Jahre Frauenstimmrecht Schweizer Heldinnen an der Fassade des Bundeshauses

Die Projektion «Hommage 2021» auf dem Bundesplatz ehrt die Schweizer Frauen – und zeigt Bilder von grossen und kleinen Heldinnen.

Es war ein langer, steiniger Weg, den die Schweizer Frauen gehen mussten, bis ihnen vor 50 Jahren das Stimm- und Wahlrecht gewährt wurde. Um all die Frauen zu ehren, die diesen Kampf unterstützt und vorangetrieben haben, gibt es aktuell ein Multimedia-Spektakel – projiziert auf die Fassaden des Bundeshauses, der Nationalbank und der Bernischen Kantonalbank in Bern.

Farbig, bewegt und zukunftsfreudig soll die Aktion sein, erklärt Historikerin und Hommage-Teammitglied Franziska Rogger. «Hommage 2021» ist ein multimedialer Gang durch die Geschichte des Frauenstimm- und Wahlrechts, vom 19. Jahrhundert bis zum 7. Februar 1971. Im Zentrum stehen die Frauen, die den Kampf für ihre politischen Rechte über Jahrzehnte geführt haben.

Legende: Zweimal pro Abend kommen bei der Installation «Hommage 2021» Frauen zu Wort, die ihren Beitrag zur Gleichstellung der Frau geleistet haben. Hommage 2021 / Yoshiko Kusano

Frauengeschichte – mehr als ein Wurmfortsatz

Zusammen mit der Theaterfrau Liliana Heimberg hat Rogger zwei Jahre für dieses Projekt gearbeitet und ausserdem zwei Bücher über die Schweizer Frauengeschichte geschrieben.

Eine immer noch unbekannte Geschichte, wie Franziska Rogger sagt: «In den Geschichtsbüchern sind die Frauen untervertreten oder überhaupt nicht vorhanden. Man hat die Frauengeschichte immer nur so als Wurmfortsatz der Männergeschichte verstanden.»

Dass Frauen eine eigenständige Geschichte haben, in der sie sich über das ganze politische Spektrum hinweg solidarisiert haben, um gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen, sei bis heute gänzlich unbekannt.

Audio
«Hommage 2021», die Filminstallation beim Bundeshaus
03:34 min, aus Kultur-Aktualität vom 06.08.2021.
abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.

«Ich will, dass Frauen Selbstvertrauen gewinnen»

In knapp 20 Minuten lässt die Projektion «Hommage 2021» multimedial und mehrsprachig Frauen zu Wort kommen, die den stetigen Kampf um ihre zivilen und politischen Rechte geführt haben: als Bäuerinnen, Arbeiterinnen, Politikerinnen, Mütter, Künstlerinnen und Sportlerinnen.

Legende: Für die Video-Installation zeigt die Historikerin Franziska Rogger Bilder und Geschichten von unbekannten Frauen auf ihrem Weg zur Gleichberechtigung. SRF

Die Installation rückt mit bewegten Dokumenten, Bildern und Musik die Leistungen der Schweizerinnen und ihre eigenständige Geschichte in den Fokus. Die Illumination zeigt die Anfänge der Frauenbewegung, die internationalen Kontakte und die stets neuen Strategien unserer Mütter und Grossmütter auf dem Weg zu ihren politischen Rechten während mehr als 150 Jahren.

Vor 50 Jahren erhielten die Frauen durch das Männer-Ja an der Urne selbst eine politische Stimme. Ein Grund zum Feiern, sagt die Historikerin Franziska Rogger. Und ein Grund, stolz zu sein auf das, was Frau erreicht hat. «Ich will, dass die Frauen aus dieser Geschichte Motivation und Selbstvertrauen gewinnen.»

Hommage 2021

Box aufklappen Box zuklappen

Die Panorama-Projektion auf dem Berner Bundesplatz wird bis zum 13. August jeden Abend um 21:15 und 22:00 Uhr gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Radio SRF 2 Kultur, Kultur-Aktuell, Radio SRF 2 Kultur, 6.8.21, 8:06 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Michèle Marin  (Micamu)
    @srf: Liebes srf, Korrekturlesen sollte auch mehr sein als nur ein Wurmfortsatz der Web-Redaktion (um die schöne Metapher aus dem Artikel weiterzuverwenden)...
    Berichtigungsbedarf in folgenden drei Passagen (Satzbau, Wörter zu viel/zu wenig)
    - gibt es ab aktuell ein Multimedia-Spektakel -> „ab“ streichen (oder Datum statt „aktuell“)
    - Eine immer noch eine unbekannte Geschichte -> ein „Eine/eine“ weglassen
    - Farbig, bewegt und zukunftsfreudig soll Aktion sein -> Artikel (die) einfügen
    1. Antwort von SRF Kultur (SRF)
      @Michèle Marin Vielen Dank für den Hinweis. Wir entschuldigen uns für die Fehler, sie wurden nun korrigiert.
  • Kommentar von Martin Vischer  (Martin Vischer)
    „Zusammen mit der Theaterfrau Liliana Heimberg hat Rogger zwei Jahre für dieses Projekt gearbeitet“
    Die mussten aber lange suchen, um genügend Heldinnen zu finden.
  • Kommentar von Matt Reimann  (Matts)
    50 Jahre. Grossartig, Meisterleistung?

    Nein, diese Lobhuddelei ist einfach nur lächerlich und typisches Schlagzeilenfutter.

    In Neuseeland wählen Frauen seit 1893. Öh, das sind 128 Jahre Frauenwahlrecht - und hier klatscht man sich wohl das ganze Jahr für mickrige 50 Jahre auf die Schulter. Dieses Brimborium ist lachhaft - und es ist beschämend, dass Frauen in der Schweiz erst seit 1871 abstimmen können.
    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      ja, leider erst seit 1971, wenn ich den unabsichtlichen Druckfehler korrigieren darf.
    2. Antwort von Mark R. Koller  (Mareko)
      Doch es waren nicht die Neuseeländerinnen, welche als erste wählen durften, sondern die Frauen auf den Cook-Inseln, welche damals zu Neuseeland gehörten. In den Polynesischen Gesellschaften waren Frau und Mann seit jeher gleichgestellt. In unserem Inselstaat durften Frauen und Männer erstmals 1960 über die neue Verfassung abstimmen, vor der Unabhängigkeit. Danach waren Wahlen für das Parlament nur für Häuptlinge vorgesehen, das änderte sich jedoch 1990, nun haben Frau und Mann aktives Wahlrecht.