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Archäologischer Fund 2000 Jahre alte Bibel-Fragmente entdeckt

In Israel nahe dem Toten Meer haben Forscher Fragmente einer jahrtausendealten Schriftrolle mit Bibeltexten gefunden. Experten sprechen von einer wichtigen Erweiterung für das weltweite kulturelle Erbe.

In Israel sind erstmals seit Jahrzehnten Fragmente einer Schriftrolle mit biblischen Texten entdeckt worden. Das teilte die nationale Altertumsbehörde mit.

Die antiken Schriften stammen aus dem Jahr 132 nach Christus und gehören damit zu den ältesten bekannten biblischen Texten.

Legende: 4 Jahre lang hat sie Suche nach diesen Stücken gedauert: Bibel-Fragmente aus dem Jahr 132 nach Christus. IMAGO / ZUMA Wire

Erweiterung des Kulturerbes

Die Fragmente seien auf Griechisch verfasst und enthalten Auszüge aus dem Zwölfprophetenbuch. Die letzte Entdeckung dieser Art war vor rund 60 Jahren.

«Die Funde sind nicht allein für unser kulturelles Erbe wichtig, sondern auch für die gesamte Welt», sagte der Leiter des Ministeriums für Jerusalem und Kulturerbe, Avi Cohen.

Audio
Buddeln im Namen des Herrn? – Biblische Archäologie
29:52 min, aus Perspektiven vom 28.06.2015.
abspielen. Laufzeit 29:52 Minuten.

Bibel, Skelett und Korb

Neben den Schriftstücken wurden auch ein 6000 Jahre altes, mumifiziertes Skelett eines Kindes, Münzen, Pfeilspitzen, Kleidung, Sandalen, Lauskämme sowie ein grosser Korb gefunden. Letzterer sei 10'500 Jahre alt und damit wohl der älteste der Welt.

Legende: Eine Archeologin des Forschungsteams präsentiert den ältesten Korb der Welt. IMAGO / ZUMA Wire

Die Höhle, in der die Gegenstände entdeckt wurden, liegt der Behörde zufolge in der Nähe des toten Meeres in einer Felswand und kann nur durch Abseilen erreicht werden.

Wichtigste Funde des 20. Jahrhunderts

Ab Ende der 1940er Jahre waren in Höhlen am Toten Meer die sogenannten Qumran-Rollen gefunden worden. Die antiken Schriften gehören zu den wichtigsten archäologischen Funden des 20. Jahrhunderts.

Legende: Hier wurden vor 60 Jahren der erste Fund gemacht: Der Fundort der Qumran-Rollen. IMAGO / agefotostock

Die ersten der rund 2000 Jahre alten Schriftstücke waren von einem Hirten gefunden worden, später wurden weitere Fragmente entdeckt.

Die Schriften sind seit 2012 digitalisiert und in bester Bildqualität im Internet zu sehen.

Radio SRF 2 Kultur, Kultur-Aktualität, 16.3.2021, 16:30 Uhr ;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Die Wahrnehmung unseres Beitrages ist die eines Malers der einen Punkt auf ein Fresko setzt, eine minimale Sache aber - für einen infinitesimalen Moment, erlaubt ihm, das Gemälde in Reaktion zu betrachten. Der Maler sieht nicht Dimensionen des Werkes sondern ist sich bewusst, dass sein Infinitesimal (das unendlich Kleine, der transzendente Zeuge) des Elements ist das bei der Vollendung der Perfektion der Harmonie der Schöpfung fehlte. Ein Versuch der grössten Liebesgeschichte. Joshua und Miriam
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  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    Da ich Hebräisch lesen kann und einige Sätze auch verstehe, sind diese Funde sehr wichtig. Nur das Hebräische Volk versteht die Torah und die 10 Gebote incl. Psalmen. Kein Christ oder nur wenige Griechen können Alt Griechisch lesen und somit glauben Christen den in Englisch und anderen übersetzten Sprachen ohne dies zu verstehen.Daher sind die Funde in Alt Hebräisch sehr wichtig und beweisen sämtliche Geschichten die das Hebräische Volk erleben musste, wie z.B. Auszug aus Ägypten. Danke SRF.
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    1. Antwort von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
      Wieso sollten keine Christen Altgriechisch können? Das kann man ja sogar an der Uni studieren, oder fallen dort alle Christen durch den Kurs? Sehr eigenartiger, irgendwie nicht mehr zeitgemässer Kommentar...
    2. Antwort von Mike Pünt  (Scientist)
      Wenn Sie in Schillers Estrich die Orginalversion von Wilhelm Tell finden, dann ist dies kein Beweis dafür, dass es Tell tatsächlich gegeben hat. Es ist nur eine ältere Version derselben Geschichte.
      Für den Auszug aus Ägypten gibt es bis heute keine Fakten (z.B. archeologische) ausserhalb der biblischen Geschichten.
    3. Antwort von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
      Mein Englischlehrer schon der lernt seit längerem Altgriechisch und Albanisch so nebenbei. Er hat mir gerade geholfen das Buch Ella and the Tree of Mira zu übersetzen, da ich kein Sprachgenie bin. Er aber schon. Ella and the Tree of Mira ist der Versuch die Liebensgeschichte von Joshua und Miriam Magdalena aufzuzeigen, einfach wunderschön.
  • Kommentar von Kurt Flury  (Simplizissimus)
    Bibel, wohl kaum im Sinne einer christlichen Bibel sondern eher im Sinne der Tora oder jüdischer Schriften, oder?
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