Ausstellung in Mannheimer REM Der Pomp der Päpste in 3D

Fünf Jahre wissenschaftlicher Forschungsarbeit steckt in der Papst-Ausstellung in Mannheim. Das Reiss-Engelhorn-Museum setzt damit neue Massstäbe.

Allein die 300 hochklassigen Exponate aus 1500 Jahren Papsttum machen die Papstausstellung in Mannheim zum Must für alle, die sich für Religionsgeschichte interessieren. Die Exponate reichen von Kleidungsstücken der Päpste über byzantinische Mosaiken bis hin zu originalgetreuen Rekonstruktionen frisch aus dem 3D-Drucker.

Das Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum präsentiert die Welt der Päpste – in 3D. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kaiserzeitliches Rom: Das Forum Romanum um 67 n. Chr. (Filmausschnitt). Im Vordergrund: Koloss des Nero. © CES / FaberCourtial

Die Reliquien und Kunstwerke stammen aus der Schatzkammer des Vatikans, aus London, Basel und Berlin. Sie füllen im Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum (REM) ganze drei Etagen.

Das Petrus-Grab steht am Anfang der Schau und zieht sich als Motiv durch 1500 Jahre Papsttum. In faszinierenden Videokonstruktionen kann die Besucherin mitverfolgen, wie sich das christliche Rom rund um und vor allem «auf» dem Petrusgrab entwickelte: dank 3D-Videokonstruktionen.

Das ewige Rom in 3D-Qualität

Apostel Petrus war nach römisch-katholischer Ansicht der erste Bischof von Rom. Petrus erhielt die «Schlüssel des Himmelreichs» direkt von Jesus. Dieser Akt stellt seit jeher die Legitimation dar für das Primat des römischen Papsttums. Die Schlüssel sind darum bis heute Teil des Papstwappens.

Petrus, der Fels – auf Dir will ich meine Gemeinde bauen

Die Museumsgäste sind gefordert, die Epochen Spätantike, Mittelalter und Renaissance zusammenzubringen. Dabei werden sie aber gut geleitet durch modernstes Museumsdesign.

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Ausstellungshinweis

Das Reiss-Engelhorn-Museen zeigt die Ausstellung «Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt» vom 21. Mai bis am 31. Oktober 2017.

Mehrere Wissenschaftskongresse und fünf Jahre Forschungsarbeit haben das REM und die Universität Heidelberg investiert. Bis Ende Oktober läuft nun die epochenumspannende Schau: «Die Päpste und die Einheit der Lateinischen Welt.»

Macht und Ohnmacht der Päpste

Von der Antike über das Mittelalter bis in die Renaissance hinein machten Päpste Politik, führten Kriege, erlebten Krisen. So prägte das Papsttum unseren Teil Europas nachhaltig. Auch nördlich der Alpen finden wir Spuren der Päpste, ihre Reliquien ebenso wie politische Spuren. Im Mittelalter waren Politik und Kirche ja nicht getrennt.

Unter dem Titel «Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt» ist auch ein gleichnamiger Katalog bei Schnell&Steiner erschienen.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Blickpunkt Religion, 21.05.2017, 08.00 Uhr