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Gesellschaft & Religion «Ich wünsche mir, dass man uns Kindern besser zuhört»

Vor 25 Jahren wurde die UN-Kinderrechtskonvention von der UN-Generalversammlung angenommen. Anlass genug, Kinder zur Sprache kommen zu lassen: Was wünschen sich Kinder für Kinder? Fünf Basler Mädchen und Jungen erzählen, welcher Artikel der Kinderrechtskonvention ihnen besonders am Herzen liegt.

Noch nie sind so viele Staaten einer UN-Konvention beigetreten. Als am 20. November 1989 die Kinderrechtskonvention vor die UN-Generalversammlung kam, stimmten ihr alle UN-Mitgliedstaaten zu – bis auf Somalia, dem Südsudan und die USA. Die Situation von Kindern hat sich seither zwar weltweit verbessert, noch immer leiden aber hunderte von Millionen von ihnen unter Kinderarbeit oder Diskriminierung etwa.

Das Kinderbüro Basel nahm dieses Jubiläum zum Anlass, Kinder zu Wort kommen zu lassen: Auf einer Postkarte illustrierten Mädchen und Jungen einen Artikel aus der Kinderrechtskonvention, der ihnen besonders am Herzen liegt. Anschliessend erzählten sie uns, warum.

  • Lia wünscht sich die gleichen Rechte für alle Kinder

    Artikel 2 der Kinderrechtskonvention liegt der zehnjährigen Lia ganz besonders am Herzen. Sie wünscht sich, dass Ungleichheiten überwunden werden: Nicht die Hautfarbe, nicht Behinderungen sollen dem Zusammensein von Kindern schaden. Die gleichen Rechte für Kinder durchzusetzen sei die Aufgabe des Staates, sagt Elsbeth Müller, Geschäftsführerin von Unicef Schweiz.

  • Aileen möchte ihre Meinung äussern dürfen

    Freie Meinungsäusserung gilt für Erwachsene als Grundrecht. Und Kinder? Auch ihnen sollte zugehört werden, findet Aileen, elf Jahre alt. Kinderstimmen sollten gehört werden, ist auch Elsbeth Müller überzeugt: Kinder müssen Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen, die ihr Leben betreffen, äussern dürfen.

  • Sich treffen, mit wem man will – das wünscht sich Onyeka

    «Ohne sich treffen zu dürfen, wird man einsam und traurig», sagt die zehnjährige Onyeka. Auch sie hat schon erlebt, dass sich Kinder nicht mit ihr treffen durften – wieso, das weiss sie nicht. Artikel 15 ist bedroht, weiss Elsbeth Müller. Vor allem Staaten, die eine autoritäre Regierung hätten, würden das Zusammenkommen verschiedener Ethnien oder Geschlechtern oft verunmöglichen. Auch traditionelle familiäre Strukturen machen das freie Bewegen von Kindern oft beschwerlich.

  • Lucien: «Alle Kinder haben das Recht auf Bildung!»

    Lucien ist zehn. Er findet: Alle Kinder haben das Recht auf Bildung. Mit Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention thematisiert er ein weltweit stark verbreitetes Phänomen: den Analphabetismus. Denn das Recht auf Schreiben und Lesen ist noch lange nicht verwirklicht: Der Zugang zu Bildung ist Millionen von Kindern verwehrt.

  • Zehra findet: Kinder müssen auch Freizeit haben

    Die siebenjährige Zehra wünscht sich das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung. Das ist Artikel 31 der Kinderrechtskonvention. Kinder würden traurig, dürften sie dieses Recht nicht umsetzen. Deswegen hat Zehra ihre Stofftiere nach Syrien verschenkt – an jene, die nichts zu spielen haben. Weltweit sind 150 Millionen Kinder mit Arbeit beschäftigt, sagt Elsbeth Müller, Geschäftsführerin von Unicef Schweiz. Ihnen bleibt das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung verwehrt.

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