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Legende: Video Imame in der Schweiz – finanziert vom Ausland abspielen. Laufzeit 05:09 Minuten.
Aus Sternstunde Religion vom 17.04.2016.
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Gesellschaft & Religion Imam-Import: Wie türkisch sind die Schweizer Moscheen?

36 Imame in der Schweiz werden von der staatlich türkischen Religionsbehörde Diyanet bezahlt. Auch wenn die Schweiz eine Integrationsvereinbarung verlangt und darauf besteht, dass Imame Deutsch lernen: Die Fremdfinanzierung ist heikel.

Wie ernst es der türkischen Religionsbehörde ist, lassen diese Zahlen erahnen: Diyanet lässt sich den Auslandseinsatz allein in diesem Jahr rund zwei Milliarden Franken kosten, wie die «Sonntagszeitung» recherchiert hat, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Ferhan Citrit, Diyanet-Vertreterin in der Schweiz, weist im Gespräch mit SRF darauf hin, dass die meisten muslimischen Gemeinden auf vom Ausland finanzierte Imame angewiesen seien: Einen eigenen Imam könnten sie sich ohne fremde Hilfe schlicht nicht leisten.

Fehlende Alternativen

Inwiefern Geldgeber Türkei die Inhalte prägt, die an den Schweizer Moscheen an den Mann gebracht werde, ist umstritten. Die Schweiz verlangt von ausländischen Imamen, die in der Regel fünf Jahre im Land beiben, Integrationsbemühungen und Deutschkenntnisse auf Niveau B1. Seit 2012 hat die Schweiz zwei muslimischen Predigern die Einreise verweigert, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

Das Doktoratsprogramm, das neu am Zentrum für Islam und Geselllschaft an der Universität Fribourg anbgeboten wird, biete keine Alternative zum Imam-Import, sagt Ferhan Citrit. Erst wenn in der Schweiz selbst Imame ausgebildet werden, wären Schweizer Muslime nicht mehr auf ausländische Prediger angewiesen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Ein Finanzieren von Geistlichen durch einen Staat ist im eigentlichen Sinne gegen die Trennung von Kirchen und Staat. Daher ist es sinning, dass sich wie in den meisten Kantonen die Religionen durch die Kirchensteuern von ihren Gläubigen finanzieren. Das Problem ist nur, dass dies nicht in jedem Kanton der Fall ist. So gesehen sollte eine Iman-Finanzierung durch die Türkeit oder den Saudis nur für Imane, die im Kanton Bern wohnen, finanziert werden.
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  • Kommentar von L.Leuenberger, Zürich
    Die CHer Gesellschaft ist nicht zuständig für die Ausbildung von Predigern irgendeiner fremden Religion. Integration von Predigern und Deutschsprachkenntnisse sind strengstens zu verlangen. Die muslimischen Gemeinden sollen selber für die Korrektheit und Integrität ihrer Prediger sorgen. In Anbetracht der 75 CH-Djihadisten in den IS Reihen, ist die Verantwortung zur Kontrolle doppelt so gross. Das neue Zentrum in Freiburg sollte ihre Aufgaben erfüllen. Kein Sonderstatus für den Islam!
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  • Kommentar von Kilian Kolin, Baar ZG
    Die Schweiz ist derart blauäugig und naiv im Umgang mit dem Islam. Die Lektüre des Buches "Islam heisst nicht Salam" wird hoffentlich noch einigen Eidgenossen die Augen öffnen. Sonst, Gute Nacht!
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