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Wie viel globale Kirchenarbeit verträgt das Klima heute noch?
Aus Blickpunkt Religion vom 12.05.2019.
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Kirche im Klima-Dilemma Kann man das Klima im Flugzeug retten?

Die Weltgemeinschaft der reformierten Kirchen will das Klima schützen. Doch zum jährlichen Treffen reist man im Flugzeug. Wie geht man mit diesem Widerspruch um?

Seine letzte Station war Hongkong. Für das Treffen der reformierten Kirchen ist er gerade in der Schweiz. Danach geht es weiter in die USA und dann wieder nach Asien. Chris Ferguson, Generalsekretär der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, verbringt fast mehr Zeit im Himmel als auf der Erde.

Das Klima belasten, um es zu retten

Ein Dilemma, wie er selbst zugibt: «Um uns wirkungsvoll für unsere Ziele einzusetzen, müssen wir fliegen – und damit gegen unsere eigenen Werte verstossen.»

Mit Zielen und Werten meint Christ Ferguson nichts Geringeres als eine gerechtere Welt. Dazu gehört auch der Erhalt der Schöpfung – sprich der Umweltschutz und der Kampf gegen den Klimawandel.

Pfarrer in blauem Talar in einer Kirche
Legende: Für Chris Ferguson sind Flugreisen im Kampf gegen den Klimawandel unverzichtbar. imago images / epd-bild / Rolf Zoellner

Treffen mit Vertretern aus der ganzen Welt

Dieser globale Kampf benötige die globale Gemeinschaft, glaubt Chris Ferguson. Und dieses Gefühl der globalen Gesellschaft entstehe im persönlichen Kontakt und nicht via Skype.

Einmal jährlich trifft sich das Exekutivkomitee der reformierten Weltgemeinschaft – rund 20 Leute aus der ganzen Welt. Alle sieben Jahre findet eine Generalversammlung statt – mit Delegierten aus 232 Mitgliedskirchen weltweit.

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Aus dem Archiv: Die Kirche widmet sich dem Schutz der Schöpfung
28:35 min, aus Perspektiven vom 29.11.2015.
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Unverzichtbare Treffen?

Auf diese Treffen könne nicht verzichtet werden, nur um nicht fliegen zu müssen, sagt Chris Ferguson. Die Treffen fänden zudem dezentral statt, an immer anderen Orten – etwa in Ghana oder in Südkorea.

«Wir wollen nicht aus einem Zentrum operieren, das Macht, Wissen und Deutung vorgibt», erklärt Generalsekretär Chris Ferguson. «Deshalb gehen wir an Orte, die isoliert sind, die eine andere Sichtweise bieten. So können wir lokale Themen mit internationalen Herausforderungen verknüpfen.»

Für Chris Ferguson gilt: Die Vielfliegerei für internationale Treffen ist ein Übel. Aber eines, das in Kauf genommen werden muss, um das grössere Übel der sozialen Ungerechtigkeit zu bekämpfen.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Es wird gegipfelt und gegipfelt, geflogen und konsumiert, genickt und unterschrieben, keiner hält sich an irgendetwas und keiner merkt, dass die Welt - mit oder ohne irgendwelche Gipfel - längst am Abgrund steht. Geld, Macht und Wohlstand ist alles was zählt, bis uns Luft und Wasser ausgehen. Dann gibts auf Erden nichts mehr zu schützen, dann erst dezimieren wir uns gegenseitig, dann erst spielen Religionen endlich keine Rolle mehr!
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  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Ich gehe davon aus, dass all die grünen Klimaapostel und - politiker ausnahmslos mit dem Velo, zu Fuss oder mit dem Paddelboot reisen. Sehe ich das richtig?
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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Ja wie soll "man" dann sonst reisen? Im Schiff oder mit Eseln? Das wäre ja noch schlimmer.
    Man könnte meinen die Looser und Versager haben die Weltherrschaft und wollen uns alle mit in ihren Depri-Sog ziehen. Nach dem Motto: Hauptsache wir können irgend was verbieten. Danke, ohne mich!
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    1. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      Sehe ich ähnlich. Endlich ist es auch dem Normalverdiener möglich, mit dem Flugzeug zu reisen. Nun kommen einige Nörgler die die Flugpreise wieder soweit verteuern wollen, dass nur noch eine priviligierte Oberschicht fliegen kann. Und da der Flugverkehr nur vergleichsweise wenig zu den CO2-Emissionen beiträgt (global 2,6 %) müsste man, um das Klima zu retten, beispielsweise bei Strom/Wärme (41,93 %) ansetzen.
    2. Antwort von Jan Götschi  (Andi Kälte)
      Es geht um den Preis. Eine Zugreise durch die Schweiz (100.-) kostet mehr als jeder innereuropäische Flug, obwohl er das Klima 30x weniger belastet pro km!(wwf.ch) Im Nachtzug erreiche ich jedes Land Europas innert 24h. Glücklicherweise sind es weltweit erst 5% „Normalverbraucher“ die je geflogen sind. Es geht um Regulierung nicht Verbote, denn Fliegen zu subventionieren (steuervericht) ist verheerend.