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#MeinGroessterFail Journalisten veröffentlichen ihre grössten Blamagen

Unter dem Hashtag #MeinGroessterFail publizieren Journalisten jetzt auf Twitter ihre dümmsten Fehler. Heute können sie drüber lachen. Im Augenblick, als der Fehler passierte, wollten sie alle am liebsten im Erdboden versinken. Ein Best-of der schönsten Katastrophen.

Mann mit Hand vor Gesicht in blauem Hemd vor weisser Wand
Legende: Wenn's passiert, könnte man im Erdboden versinken. Jahre später ist es nicht mehr ganz so schlimm. Getty Images

Was macht man, wenn man einen saudummen Fehler gemacht hat und alle haben’s gesehen? Schämen – ist klar. Rausreden – nachvollziehbar. Oder – offen zugeben. Das passiert gerade. Auslöser war ein dummer Fehler, der bei einer deutschen Zeitung passierte und deftig kommentiert wurde. Dem Journalisten Roland Grün ging das zu weit, er befand: «Auch Journalisten machen Fehler.»

Grün hat den Hashtag #MeinGroessterFail begründet und unter dem finden sich jetzt kleine und grobe Schnitzer, ungewollte Falschmeldungen und Freud’sche Fehlleistungen von Medienschaffenden aus Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern und Online-Medien. Das ist so offen wie ehrlich, so unterhaltsam wie versöhnlich. Eine kleine unrepräsentative Auswahl:

1. Der Teufel steckt im Detail

Annett Meiritz, damals, als es passierte, für Spiegel Online tätig, steuert eine Schlagzeile von 2011 bei. Die fällt unter die Rubrik: «Kleiner Fehler – grosse Wirkung.»

2. Super-Mario

Weniger makaber ist der folgende Schnitzer: Mario Götze, deutscher Fussballnationalspieler und Mario Adorf, Urgestein unter Deutschlands Schauspielgrössen, haben eins gemeinsam: den Vornamen. Mehr nicht. Das reichte für eine Bildverwechslung. Wer Adorfs Gesicht sieht, wird sich vorstellen können, wie der Morgens geguckt haben mag, als er die Zeitung aufschlug.

3. Der Neue bei Star Trek

Manchmal ist es nur ein einziger Buchstabe und es ist passiert. Das weiss auch Klaus Bonanomi, Wirtschaftsredaktor bei SRF und Spezialist für Medienthemen:

4. Live ist live

Wer jemals live moderierte, weiss, wie das ist: Das Gehirn oder der Unterkiefer spielen einem einen Streich und es ist passiert. Das kann ganz schnell gehen. Weiss auch Stephanie Baczyk. Und hat's bis heute nicht vergessen:

5. Der Glaube versetzt Berge, Gläubiger selten

Dass die Kirche Probleme hat, weiss auch Lars Reckermann. Aber er hat sich noch etwas Neues einfallen lassen:

6. The Big Sleep

Kein wirklicher Fehler, aber auch saublöd gelaufen für die Journalistin Marguerite Meyer: Da soll sie Courtney Love, Rocksängerin und Witwe des Nirvana-Sängers Kurt Cobain zum Interview treffen, Freude wechselt sich wahrscheinlich schon Tage vorher mit Lampenfieber ab, sie bereitet sich vor, stellt sich cool – und dann das:

7. Totgesagte leben länger

Sportmoderationen können ihre Tücken haben. Das hat Michael Jarjour schmerzhaft erfahren müssen, als er einen fulminanten Bock schoss – ausgerechnet mit Roger Federer. Beiden geht’s in der Zwischenzeit besser.

Die Reaktionen auf #MeinGroessterFail sind positiv: «Unterhaltsam, erhellend», ist der Tenor. Fehlerkultur in Zeiten der Null-Fehler-Kultur. Irgendwie menschlich, kann man auch lesen. Ein Jurist wünscht sich, auch sein eigener Berufsstand möge so etwas durchführen. Und so steuern immer mehr Journalisten ihre Fauxpas’ bei. Für Klaus Bonanomi, das war der, der aus Kofi Annan den UFO-Generalsekretär machte, ist sein Fehlereingeständnis ein grosser Erfolg im Netz: 25.000 Klicks.

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