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Symbolkraft für Frauen in der Politik: Kamala Harris
Aus Kulturplatz vom 03.02.2021.
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Neue Biografie Kamala Harris – die richtige Frau am richtigen Ort

Kamala Harris ist als erste Vizepräsidentin der USA Vorbild für Generationen von Frauen. Jetzt erscheint ihre Biografie.

Manchmal sagt eine Farbe mehr als viele Worte. Weiss ist der Hosenanzug, den Kamala Harris bei ihrer Rede zum Wahlsieg im vergangenen November trägt.

Sie erinnert damit an die Frauen in Weiss, die vor 100 Jahren in den USA den Kampf für das Wahlrecht für Frauen auf die Strasse trugen – und diesen Kampf gewannen.

Weiss trugen vor ihr auch schon Hillary Clinton oder Shirley Chisholm, die 1972 als erste Frau der Demokraten und erste Afroamerikanerin überhaupt für die Präsidentschaft kandidierte.

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Aus dem Archiv: Kamala Harris – erste Vizepräsidentin der USA
Aus Tagesschau vom 20.01.2021.
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Selbstbewusst und wortgewaltig

Kamala Harris kennt die Kraft solcher Symbole und setzt sie gezielt ein.
Sie ist selbstbewusst, stark, intelligent. Sie pflegt einen lockeren Auftritt, Turnschuhe gehören ganz selbstverständlich zur Garderobe.

Wortgewaltig ist sie als ehemalige Staatsanwältin sowieso. Die Welt lernte sie als hartnäckige Befragerin Trump-Vertrauter kennen.

Geht es in der Anhörung des Kandidaten für den Obersten Gerichtshof, Brett Kavanaugh, um das Recht auf Abtreibung, lässt sie nicht locker. So holt sie viel Beifall von Frauenrechtsorganisationen.

Buchhinweis

Dan Morain: «Kamala Harris. Die Biografie», Heyne-Verlag, 2020.

Rollenvorbild in den sozialen Medien

Ihr Aufstieg zum Ruhm macht sie zum glaubwürdigen Rollenvorbild für kommende Generationen von Frauen. «Jedes kleine Mädchen sieht, dass in diesem Land alles möglich ist», so Kamala Harris in ihrer Siegesrede am 7. November 2020

Die sozialen Medien nutzt sie, um sich ganz nahbar zu zeigen. So liest sie etwa auf ihrem Instagram-Kanal Briefe von Kindern vor. Ein Mädchen bekennt glühend, sie habe seit jeher auf eine weibliche Vizepräsidentin gewartet.

Das berührt und trägt bei zum Eindruck, Kamala Harris erobere gerade die Welt im Sturm. Kein Wunder, bringt sie doch alles mit, was es braucht als hoffnungsspendende Antithese nach vier Jahren Donald Trump.

Antithese zu Donald Trump

Sie ist Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners, beide Akademiker. Damit ist sie zwar privilegiert. Sie besuchte aber keine Elite-Universität, sondern die historisch afroamerikanische Howard University.

Von ihrer Mutter habe sie deren «angeborenes ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl» übernommen. Vom Vater wisse sie wenig Gutes zu berichten, schreibt der Biograf. Zu früh offenbar hat er die Familie verlassen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

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Aus dem Archiv: Kamala Harris hält Nominierungsrede
Aus Tagesschau vom 20.08.2020.
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Die Mutter prägte sie

Die Mutter, Shyamala Gopalan Harris, erarbeitete sich in den USA den Ruf einer anerkannten Brustkrebsexpertin. Ihren beiden Töchtern, Kamala und der jüngeren Schwester Maya, gab sie den Leitsatz mit auf den Weg: «In vielen Dingen bist du die Erste, aber sorge dafür, dass du nie die Letzte bist.»

Das nahm sich Kamala Harris offensichtlich zu Herzen. Sie engagiert sich seit langem für einen höheren weiblichen Wähleranteil. Und für mehr Frauen als Bewerberinnen für ein öffentliches Amt: «Frauen sollten sich zu öffentlichen Ämtern berufen fühlen, wir gehören in die Positionen der Entscheidungsträger.»

Selbst steht sie nun als erste Frau im Amt als Vizepräsidentin der USA auf der Karriereleiter ganz oben. Wobei, eine Stufe fehlt da noch. Ihre Biografie macht klar, diese Frau wird auch den logischen letzten Schritt anstreben: als erste Präsidentin die USA zu regieren.

Denn sie hat gelernt, auf den richtigen Moment zu warten.

Sendung: SRF 1, Kulturplatz, 3.1.2021, 22:20 Uhr

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54 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ich gehe davon aus, dass mit der Biografie nur Band 1 ( the growing up and political raise) gemeint ist. Denn neben dem Vizepräsidium stehen ihre Chancen auf das Präsidentenamt ja auch nicht gerade schlecht, das wäre dann Band 2 (gloss and glory!). Bleibt zu hoffen dass dann Band 3 (inside Washington, sunset) nicht auch noch geschrieben werden muss.
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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Medien haben's noch nicht verlernt, in bester Weichzeichner Manier ihre Favoriten in alle Himmel zu loben, nach vier ganzen Jahren, in denen sie sich fast ausschliesslich im Verdammen ihrer Feindbilder in die Hölle die Finger wundgeschrieben haben.
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  • Kommentar von Beat Vogel  (birdee111)
    Die H. hat eine Bombenausstrahlung, Biden wird sie gut brauchen Können.
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    1. Antwort von Silvana-Raina Fuchs  (vulpa)
      Ein absolut deplatziertes, sexistisches Statement.
    2. Antwort von Flurina Fisch  (flufi)
      Gut gemeint und doch völlig daneben, dieser Beitrag.
      "Bomben", "Strahlung", "brauchen" ... merken Sie welche Sprache Sie hier verwenden? Mir kommt das Bikini-Atoll in den Sinn ...