Art Basel bleibt das Kunst-Highlight des Jahres

Nur drei Wochen nach dem Ende der ersten Art Basel Hong Kong trifft sich die Kunstwelt in Basel. Trotz dem neuen Ableger in Asien bleibe die Art Basel dank ihrer Qualität immer noch das Highlight des Jahres, sagte Art-Chef Marc Spiegler gestern vor den Medien.

Die Messe in Basel ist der weltweit bedeutendste Marktplatz der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. Das zeigt sich auch dieses Jahr wieder: An der Art Basel stellen 306 Galerien aus 39 Ländern aus, darunter grosse Namen wie Gagosian, Hauser & Wirth, König und White Cube. Erstmals sind auch Kunsthändler aus Singapur und den Philippinen vertreten, aber Basel bleibt eine europäische Show – mehr als 50 Prozent der Galerien kommen aus Europa. «An der Art Basel Hong Kong sind dafür über 50 Prozent aus Asien und in Miami über 50 Prozent aus Nord- und Lateinamerika», sagte Direktor Marc Spiegler gegnüber SRF 2 Kultur.

Ein vielversprechender Jahrgang

Verkauft werden dieses Jahr Werke von rund 4000 Künstlerinnen und Künstlern – von Picasso, Chagall, Gerhard Richter bis zu Georg Baselitz. Wie schon im Jahr 2012 erwarten die Verantwortlichen 65'000 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt. Die Stimmen zur 44. Ausgabe der Art Basel sind bis jetzt durchaus positiv. Christoph Vitali, der ehemalige Direktor der Fondation Beyeler, zeigte sich gegenüber SRF begeistert: «Es gibt viele Galerien die wunderbare Werke haben, zum Beispiel herrliche Bilder von Max Ernst oder Roy Lichtenstein.»

«Unlimited» so gross wie noch nie

Mit der eben fertig gestellten neuen Ausstellungshalle von den Architekten Herzog & de Meuron gibt es dieses Jahr in Basel zusätzlich Neues zu entdecken: Weil diese Halle der Messe zu markant mehr Platz verhilft, konnte im Sektor «Unlimited» so gross angerichtet werden wie noch nie.

Zu sehen sind dort 79 grossformatige, teils eigens für die Art realisierte Projekte, die den Rahmen normaler Messestände sprengen. Zum Beispiel das Kunstwerk «Two into One becomes Three» des Amerikaners Matt Mullican. Mit 22 auf 7 Meter ist es das grösste je in diesem Sektor ausgestellte Gemälde. Auch sonst wartet die «Unlimited» mit einer vielversprechenden Mischung aus Newcomern und bekannten Künstlern auf. Dieses Jahr sind unter anderem Werke des deutschen Bildhauers und Zeichners Thomas Schütte, des chinesischen Dissidenten Ai Weiwei und des französischen Künstlers Kader Attia zu sehen.

Di Caprio und Roman Abramovich

Das VIP-Opening der Sektoren «Unlimited» und «Statements» hatte bereits am Montagabend zahlreiche Prominenz aus der internationalen Kunstszene an die Art gelockt. Zu sehen waren etwa die Künstlerinnen und Künstler John Baldessari, Walead Beshty und Martin Creed, aber auch Theaster Gates, Susan Hiller, Oscar Murillo, Rob Pruitt und David Zink Yi. Auch Fussballer Martin Ballack, die Schauspieler Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett, sowie der russische Oligarch Roman Abramovich haben sich in Basel unter das Kunstpublikum gemischt.

Von den insgesamt auf rund 2 Milliarden US-Dollar geschätzten Kunstwerken wurde schon einiges verkauft, darunter Alexander Calders rotes Mobile «Sumac» aus dem Jahr 1961. Es wechselte für 12 Millionen Dollar seinen Besitzer.