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Der Meisterfälscher: Wolfgang Beltracchi porträtiert und Niccel und Emil Steinberger
Aus Kultur vom 13.02.2016.
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Kunst Der Kunstfälscher und der Kabarettist: Beltracchi malt Emil

Der «Meisterfälscher» Wolfgang Beltracchi bittet den Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger und seine Frau Niccel zur Portraitsitzung. Ein lichtvolles Bild soll es werden, impressionistisch. Deshalb wird draussen gemalt. Unter der grellen Sommersonne Südfrankreichs.

Er ist der raffinierteste Kunstfälscher der jüngeren Geschichte: Wolfgang Beltracchi. 35 Jahre lang setzt er sein Talent ein, um Bilder in der Handschrift anderer Maler zu malen. Über 300 Bilder schleust er so in den Kunstmarkt. Bis er 2010 auffliegt. Nach getaner Busse anfangs 2015 zieht es Beltracchi nach Südfrankreich. Seine Wahlheimat. Dort porträtiert er nun den Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger und dessen Frau Niccel im Stile des spanischen Malers Joaquin Sorolla.

«Maler des Lichts»

Joaquin Sorolla ist anfangs des 20. Jahrhunderts der am besten verkaufende Maler Europas. Renoir oder Monet kann man getrost vergessen; zumindest was den finanziellen Erfolg betrifft, war der Spanier Joaquin Sorolla damals allen überlegen. Wenn er ein Bild verkaufte, konnte er dafür den Gegenwert einer stattlichen Villa kassieren, sagt die Legende. Man nannte Sorolla den «Maler des Lichts», weil er wie kein Zweiter die zauberhaften Lichtstimmungen unter der südlichen Sonne zur Geltung brachte.

Portrait mit Mückenstich

Emil Steinberger und seine Frau Niccel treffen Beltracchi in Montpellier, seiner Wahlheimat. Hier lebte die Familie Beltracchi vor der Verhaftung 2010, hier entstanden die Fälschungen, hier lebte der Meisterfälscher in Saus und Braus. Heute ist das Gelände seines grossen Landgutes, das er damals erworben hatte, als er noch Millionär war, verwaist, verwahrlost, verwittert. Im hohen Gras des ehemals feudalen Gartens findet die Malsession mit Emil und Niccel Steinberger statt. Draussen, weil das Licht für die Kunst von Sorolla das Wichtigste ist. Damit kommt es zu einer Premiere: Erstmals malt Beltracchi draussen und nicht im Geheimen, im Dachstock oder im Atelier. Und diese Premiere hat es in sich: Wind, Mücken und ständig wechselnde Lichtverhältnisse können auch den grössten Meister aus der Ruhe bringen.

«Der Meisterfälscher»

Jeweils sonntags um 18.15 Uhr auf SRF 1.

12.06.16 Emil und Niccel Steinberger

19.06.16 Katharina Witt

26.06.16 Annette Dasch

03.07.16 Hape Kerkeling

10.07.16 Otto Walkes

3 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Stebler , Basel
    Emil und seine Ehefrau im Freien zu Malen, ist eine ausgezeichnete Idee und und ist eine gute Analogie zu ihrer harmonischen Ehe. Leider ist die malerische Sprache nicht entwickelt - weder zeichnerisch noch malerisch. Den Porträts fehlt jede zeichnerische Grundlage hinsichtlich der Perspektive und des architektonischen Baus der Köpfe. Beobachtbare Verhältnisse zwischen Licht und Schatten, die in der Natur beobachtbar wären, sind absolut ungelöst.
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    1. Antwort von Marianne Hasler , Münchenstein
      Hahaha, das meinen Sie hoffentlich nicht im Ernst, Herr Stebler? Und wenn doch, dann haben Sie nicht den Beitrag gesehen sondern sich nur das Bild angeschaut.
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    2. Antwort von Michail , Berlin
      Sie haben recht, aber vor allem ist die malerische Sprache von Sorolla ist gar nicht verstanden worden. Deshalb zeigen sie im Film das Bild nur ganz kurz und schräg. Realismus ist nicht seine Stärke.
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