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Aus Literaturclub vom 26.01.2021.
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Literaturclub-Gast Lyriker Jürg Halter: «Neben schweren Büchern braucht es Leichtes»

Einst rappte Jürg Halter als «Kutti MC», mittlerweile ist er Schriftsteller und auch als Speaker und «Blick-von-aussen-Experte», Link öffnet in einem neuen Fenster unterwegs. Sein neuer Gedichtband «Gemeinsame Sprache» strotzt vor virtuoser Gesellschaftskritik. Ob er diese auch in Büchern von anderen sucht? Das verrät er hier.

Jürg Halter

Jürg Halter

Schriftsteller und Lyriker

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Jürg Halter, geboren 1980, ist Schriftsteller, Lyriker, Spoken Word Artist und Speaker. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung. Gerade erscheint sein aktueller Gedichtband «Gemeinsame Sprache» bei Dörlemann.

Ihr liebstes Buch? Gibt es das?
«Die Buche» von Mutter Erde.

Wo lesen Sie am liebsten?
Im Schatten von Bäumen.

Mehrere Bücher gleichzeitig oder eines nach dem anderen?
Ich bin ein klassischer Parallelleser. Doch manchmal nimmt ein Buch so viel Gedankenraum ein, dass ich mich nur noch allein auf dieses konzentrieren kann und will, bis ich es zu Ende gelesen habe.

Ein Buch, das Ihnen die Liebe zum Lesen eröffnet hat?
«Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer» von Michael Ende. Zuerst von meiner Mutter vorgelesen, später dann allein erkundend.

Eines, das Sie immer wieder zur Hand nehmen?
«Sämtliche Gedichte» von Tomas Tranströmer. Einer meiner Lieblingslyriker. Unvergleichliche Tiefe.

Die Bibel. Ich bleibe dran. Später.

Ein Buch, bei dem Sie laut lachen mussten?
Immer wieder bei den «Garfield»-Comic-Strips. Neben schweren Büchern braucht es hin und wieder Leichtes, doch sarkastisch immer schön treffend.

Ein Buch, das sehr musikalisch ist?
«Schmetterlingstal» von Inger Christensen. Oh, Inger! Ich finde gerade keine Worte, sie angemessen zu loben.

Gibt es eine Leseleiche – ein Buch das Sie niemals zu Ende lesen?
Die Bibel. Ich bleibe dran. Später.

Ein Buch, das Sie gerne verschenken?
«Picknick auf der Erdkugel» von Shuntarō Tanikawa. Einem meiner Lehrmeister, mit dem zu dichten ich schon die Ehre hatte. In der Schweiz und in Japan.

Ein Buch, dem Sie mehr Leserinnen und Leser wünschen?
«Die verschobene Stadt» von Christian Zehnder. Ein feinsinniger, stiller Roman, der vielleicht eine Art modernes, subtil-absurdes Märchen minus Kitsch ist.

Ein Buch, das Sie Kindern gerne vorlesen?
«Ein Wintermärchen» von Ernst Kreidolf. Ich lese es den Nachbarskindern vor und zeige die wundervollen Bilder dazu.

Das Gespräch führte Markus Tischer.

SRF1 Literaturclub, 26.01.2021, 22:25 Uhr.;

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