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Literaturclub Plus: Alles Skandal oder was?
Aus Kultur Extras vom 15.04.2014.
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Literatur Literaturclub Plus: Alles Skandal oder was?

Kommt uns die Literatur durch von Autoren geschaffene Skandale abhanden? Dies fragt Stefan Zweifel im Literaturclub Plus. Anlass dazu gibt der mediale Wirbel, den die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff auslöste, als sie Retortenbabys als «Halbwesen» und «zweifelhafte Geschöpfe» bezeichnete.

Als Sibylle Lewitscharoff Anfang März in einer Rede ihre umstrittenen Ansichten vortrug, ging etwas unter: Dass die Autorin auch noch einen neuen Roman veröffentlichte.

Skandale seien eben Unterhaltungswertbeschaffer in potentiell langweiligen Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, meint Rüdiger Safranski. Und Julian Schütt, Gast in der Sendung vom 22. April, findet, dass es «ein gesundes Zeichen für eine Gesellschaft ist, wenn sie sich erregen lässt» – das gebe den Autoren Gelegenheit, sich zu profilieren. Elke Heidenreich hält dagegen, dass es nicht angehe, dass Autoren, die mit Preisen wie dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden sind, «politisch dummes und reaktionäres Zeug reden».

Stefan Zweifel schliesslich findet, dass von Autoren erwartet werden darf, dass sie nicht Verwirrung stiften und zur Verhärtung der Fronten beitragen. Vielmehr sollten sie ihre Worte gezielt einsetzen. Denn die Kraft der Literatur besteht ja genau darin, diese Fronten aufzulösen und uns auf einen Gedanken einzustimmen, den wir nicht teilen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Saumer , Berlin
    Frau Heidenreich hat völlig übertrieben. Zumindest in Bezug auf Sibylle Lewitscharoff, nur weil sie ihre politische Einstellung nicht teilt. Und dann ist sie auch unsachlich. Frau Lewitscharoff ist eine wunderbare und großartige Autorin. Auch und gerade weil sie unsere dekadente gesellschaftliche Unmoral anprangert. Herr Safranski ist sehr zu loben. Er hat Lewitscharoffs große sprachliche Kunst und auch künstlerischen Anspruch absolut verstanden.
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  • Kommentar von Roland Hoffmann , Baden
    War es wirklich ein Zitat? Ich habe den Videoausschnitt mehrmals nachgehört und bin gar nicht sicher, ob Elke Heidenreich den zweiten Teil des Satzes im Gespräch wirklich als Zitat erwähnt hat. Den ersten Satz "Die verborgene Deutschheit müssen wir entbergen" war aber klar als Zitat erkennbar. http://www.srf.ch/player/tv/literaturclub/video/mccann-reza-lewitscharoff-mosebach-und-heidegger?id=61dee10c-dfe6-4003-9efd-102f1b55da64&bookmark=3660.729
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  • Kommentar von Marion Geller , Lindenberg
    Was E Heidenreich zu Heidegges schwarzen Heften gesagt hat, war alles, was in diesem Rahmen zu sagen war. Absolut nIcht zu verstehen: S Zweifel ( den ich sonst sehr schätze )will über Heideggers schwarze Hefte diskutieren, lässt aber nicht zu, dass E Heidenreich Heidegger zitiert ?!?!? Die Herren allesamt unfähig klar Stellung zu beziehen - (eigene Verblendung/Verirrung nicht erkennen/eingestehen ?)- da haben wir´s wieder: Heideggers Problem. Unfähigkeit zur Selbstreflexion.
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    1. Antwort von Horstmut , Bozen
      Das blöde an Heidenreichs „Zitat“ eingangs der Diskussion zu Heidegger - es war schlicht erfunden. Zweifel ging ihr nur nicht auf den Leim.