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Der Grand Prix Musik 2020 geht an Erika Stucky
Aus Kultur kompakt vom 14.07.2020.
abspielen. Laufzeit 28 Minuten 24 Sekunden.
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Ausgezeichnete Stimmkünstlerin Grenzenlos gut: Erika Stucky gewinnt Schweizer Grand Prix Musik

Fauchen, schmachten, jubilieren: Erika Stucky, die Erfinderin der Blues-Jodel-Performance, gewinnt den diesjährigen Grand Prix Musik.

Der Oboist, Dirigent und Komponist Heinz Holliger hat ihn bekommen, die Sängerin und Songwriterin Sophie Hunger, die Geigerin Patricia Kopatchinskaja und die Jazzpianistin Irène Schweizer. Nun ist Erika Stucky die Glückliche: Der Grand Prix Musik, immerhin 100'000 Schweizer Franken schwer, geht in diesem Jahr an sie.

Die Endfünfzigerin kann ein stattliches Lebenswerk vorweisen. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sie auf einem guten Dutzend Alben und in tausenden Konzerten ihr Publikum begeistert.

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Erika Stucky: Wieso sind Sie Musikerin geworden?
Aus SRF 3 Musik vom 02.02.2018.
abspielen. Laufzeit 47 Sekunden.

Zwischen den Welten

Geboren 1962 in Kalifornien, kam sie als Zehnjährige ins Tal ihrer Vorfahren, ins Oberwallis. Als Erwachsene verknüpfte sie beide Welten miteinander: Sie lud den urwüchsigen Schweizer Jodel mit der Melancholie des amerikanischen Blues auf, mit der Poesie der Hippies und der Wildheit eines Jimi Hendrix.

Aber dabei blieb sie nicht stehen. Heute performt die wandelbare Stimmkünstlerin mit Mini-Akkordeon, Alltagsgegenständen oder in Elektrocollagen und bewegt sich vollkommen unverfroren zwischen den verschieden Zeiten und Genres.

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Was liest Erika Stucky?
Aus Literaturclub vom 31.01.2012.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 17 Sekunden.

Stucky beweist sich immer wieder als Exzentrikerin mit überbordender Fantasie, mit Gespür für Entertainment und Dramaturgie. Und sie schafft es, ihren Horizont beständig zu erweitern und aus dem Bekannten das ganz Neue zu machen. Eigenwillig, überraschend und fremdartig vertraut.

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Erika Stucky: Papito
aus Klangfenster vom 10.02.2018.
abspielen. Laufzeit 31 Minuten 33 Sekunden.

Die weiteren Preisträgerinnen und -träger

Neben dem Grand Prix Musik werden 14 weitere Musikpreise verliehen (dotiert mit jeweils 25'000 Schweizer Franken). Auch dieses Jahr gehen sie an eine illustre Schar: Leute aus fast allen Regionen sind dabei, Frauen wie Männer, Junge wie Alte.

So sind die Clubberin Aisha Devi oder der Volksmusiker Dani Häusler vertreten, der Pianist Francesco Piemontesi, der gerade international Karriere macht, oder der Doyen der zeitgenössischen Musik Rudolf Kelterborn, Urgestein der Schweizer Musiklandschaft.

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Rudolf Kelterborn und seine Schüler - das ganze Konzert
aus Neue Musik im Konzert vom 08.05.2019.
abspielen. Laufzeit 56 Minuten 59 Sekunden.

Sieht man sich die Liste all der Preisträger 2020 an, wird eines deutlich: Es ist ein guter Jahrgang. Lauter eigenwillige Köpfe, die etwas zu sagen haben.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur Aktualität, 14.7.2020, 12:00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Zaugg  (rägetag)
    èber Kunst lässt sich bekanntlich nicht streiten!
    1. Antwort von Ursus Bachthaler  (Ursus Lorenzo Bachthaler)
      Es lässt sich trefflich streiten, aber es ist ein komplexes Streiten! ;) Für fundierte Argumente für/gegen ein/e KünstlerIn, muss man sich mit dem Schaffen des Künstlers in all seinen Phasen vertraut machen, seine Entwicklung(en) nachvollziehen. Danach darf man durchaus kritisch sein. Oft ist es diese kindisch oberflächliche: gefällt mir nicht, kann ich nix damit anfangen = muss schlecht sein Haltung, die ich gerade in den sozialen Medien immer wieder antreffe. Aber vertieftes Streiten: gerne :)
  • Kommentar von Samuel Blatter  (samuel.blatter)
    Herzliche Gratulation!
  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Wohlverdiente Auszeichnung! Eine eigenständige, vielseitig-buntfarbig-einmalige Künstlerin.