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280 statt 140 Twitter prüft Nachrichten mit 280 Zeichen – das Netz ist empört

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat angekündigt, die Zeichenbeschränkung von 140 Zeichen pro Tweet auf 280 zu verdoppeln. Im Netz ist man empört.

Worum geht's

Twitter testet aktuell die Möglichkeit, Kurznachrichten mit 280 statt nur 140 Zeichen zu twittern. Begründet hat die Firma das mit verbesserte Usability: Eine interne Analyse zeige, Link öffnet in einem neuen Fenster, dass fast alle Twitter-Nutzer ihre Nachrichten editieren müssen um die 140 Zeichen nicht zu überschreiten.

Twitter wolle es darum den Leuten mit der Zeichenerhöhung einfacher machen – damit sie mehr twittern und weniger abändern müssen. Twitter-Erfinder Jack Dorsey freut's:

Eine kleine Gruppe von ausgewählten Nutzern hat aktuell die Möglichkeit 280 statt 140 Zeichen zu twittern.

Warum ist's interessant?

Die Ankündigung löste im Netz teilweise heftige Reaktionen aus. Was zu Beginn noch als Hindernis betrachtet wurde, trug schon bald zu Erfolg von Twitter bei: Die Kürze sei so etwas wie die Seele von Twitter, schreibt Dom Knight im Guardian, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Durch die 140-Zeichen-Limitierung entstand nicht nur gute Literatur, die Einschränkung hatte auch den Vorteil, dass nur die relevantesten Informationen kommuniziert wurden.

Für all jene, die Twitter als Hauptinformationsquelle nutzen, ein essenzieller Punkt. Bei Tausenden von Tweets pro Tag würde eine Zeichenerhöhnung die Lesezeit merklich erhöhen.

Dass Twitter mit der Zeichenanzahl experimentiert, überrascht nicht. Die Nutzerzahl des Unternehmens stagniert, schon seit längerem schreibt es rote Zahlen. Bereits in den letzten Jahren hat Twitter deshalb immer wieder Dinge angepasst – unter anderem, dass das Hochladen von Bildern keinen Einfluss mehr auf die Zeichenzahl hat. Auch gleicht das Design der Seite jetzt etwas mehr dem Konkurrenten Facebook.

VICE-Redaktorin Caitlin Kelly hat mittlerweile die Ankündigung von Twitter-Erfinder Jack Dorsey erfolgreich auf 140 Zeichen gekürzt. Es geht also auch so.

Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

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