Briten kämpfen mit einer Sicherheitsnadel gegen Rassismus

Unser Netzthema des Tages: Nach Brexit hat die Gewalt an Ausländern stark zugenommen. Im Netz wie auch im realen Leben protestieren nun Briten gegen Fremdenfeindlichkeit – mit einer angesteckten Sicherheitsnadel.

Ein Hemd mit einer Sicherheitsnadel auf einem Ipad abgebildet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angeheftete Solidarität: So machen sich Briten unter dem Hashtag #safetypin gegen Rassismus stark. SRF / Screenshot

Worum geht’s?

In Grossbritannien – und mittlerweile auch weltweit – tragen Menschen eine Sicherheitsnadel auf der Brust und teilen unter dem Hashtag #safetypin Fotos auf Twitter und Instagram. Damit wollen sie ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Seit Brexit haben sich in Grossbritannien gewaltsame Übergriffe auf Ausländer mehr als verdoppelt. Die Idee zur Aktion hatte eine Britin, die auf Twitter zur Solidarität mit ihren ausländischen Mitmenschen aufrief.

Bald wurde die Sicherheitsnadel zum Symbol erkoren:

Warum ist's interessant?

Wellen von Solidaritätsbekundungen gibt es in den sozialen Medien immer wieder. Bei solchen Protestaktionen wird jeweils der Vorwurf der Scheinsolidarität laut. Sich eine Sicherheitsnadel anzustecken ist das eine – in einer Notsituation zu helfen das andere.

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Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

Nach dem Anschlag auf die Satire-Zeitschrift «Charlie Hebdo» beispielsweise wurde das «Je suis Charlie»-Bild auf Facebook und Twitter massenweise geteilt. Nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 forderte Facebook selbst zu einer ähnlichen Aktion auf: Nutzer konnten ihr Profilbild mit der französische Nationalflagge hinterlegen.

Mit Aktionen wie #safetypin werden wichtige Themen wie Rassismus zumindest aufs Tapet gebracht. Und wie wir es von den Briten gewohnt sind, kommt auch bei dieser Aktion der Humor nicht zu kurz: