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Gleichgesinnte unter sich Dating-Plattform verkuppelt Verschwörungstheoretiker

Wer mit seinen Überzeugungen aneckt, hat's bei der Partnersuche schwer. «Awake dating» hat eine Marktlücke entdeckt.

IPadzeigt Illustration: Mann sitzt vor Computer. In einer Denkblase über seinem Kopf schweben Aliens, eine Weltkugel und diverse Symbole.
Legende: Die Partnerschaft soll auch das Weltbild bestätigen. «awake dating» sucht nicht die Wahrheit, nur Gleichgesinnte. SRF/Bildschirmaufnahme Awake Dating

Worum geht’s?

«‹Awake› ist für Dich da», singt ein Werbe-Jingle. «Awake dating» ist eine Plattform, die sich explizit an Menschen mit «sozial unbequemer Meinung» richtet. An jene, die nicht so einfach Gleichgesinnte finden.

Der Werbe-Song besingt die Zielgruppe von «awake»: Menschen, die an Ausserirdische glauben, Impfgegner oder Regierungshasser. Kurz: Vertreter diverser Verschwörungstheorien. Laut eigenen Angaben hat «awake dating» über 10‘000 Nutzer. Die meisten davon in den USA.

Plattform-Inhaber und User bezeichnen sich selbst als Truther (abgeleitet von truth, Englisch für Wahrheit) oder einfach als wach. Wach und offen für eine Wahrheit, die sich in ihrem Selbstbild nur einer Minderheit offenbart.

Warum ist’s interessant?

Schon früh trafen sich Verschwörungstheoretiker im Web. Erst in Internetforen, später in Facebook-Gruppen.

Eine entsprechende Dating-Plattform ist jetzt ein weiterer Schritt. Die Beziehung wird zu einer weiteren Echokammer.

In dieser Echokammer besteht die Gefahr, dass sich die Beteiligten gemeinsam in Verschwörungstheorien hineinsteigern, keinen kontroversen Dialog mehr suchen.

Ohne Austausch mit gemässigten Meinungen kann so ein «Ich glaube an Ausserirdische, die uns besuchen» kippen in «unsere Regierung ist fremdgesteuert und will uns alle umbringen».

Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Hans Pen.den (HansPen.den)
    Also wirklich, wann hört dieses pauschalisieren endlich auf? Ich glaube an einen 20 Meter hohen Yeti, der sich in der Kanalisation von Bern herumtreibt ist einfach nicht das Gleiche wie stichhaltige Beweise für z.B die Geschehnisse rund um 9/11 oder eben verschiedene Regierungen. Es wäre schön wenn man sich hier endlich einmal diferenziert mit dieser Thematik auseinander setzen würde, nach der Arena-Sendung mit Dr. Ganser bewegen Sie sich sowieso auf sehr dünnem Eis (Beschwerde-Rekord)
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