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Netzwelt Fotos mit Fehlern sind manchmal schöner als perfekte

Unser Netzthema des Tages: Die Ferienzeit ist zu Ende, viele sichten ihre Urlaubsfotos. Manche sind gar nicht so schön, wie man den Moment in Erinnerung hat. Eine Website hilft dabei mit Tipps – und zeigt Fotos, die zwar nicht perfekt, aber gerade deshalb umso schöner sind.

Junger Mann hält ipad mit Foto tanzender Menschen halb vor sein Gesicht
Legende: Gerade dann, wenn's nicht ganz perfekt ist, ist ein Foto umso schöner. Getty Images / Bildschirmaufnahme / Bildmontage

Worum geht’s?

Jeder, der will, kann seine Fotos an fokussiert.com, Link öffnet in einem neuen Fenster schicken. Da sitzt ein Team von Profifotografen und Bildredaktorinnen. Diese wählen aus den Einsendungen aus und geben Tipps. Aufbereitet in einem Text in der Rubrik «Bildkritik», Link öffnet in einem neuen Fenster.

Das sind ganz pragmatische Ratschläge zur Bildgestaltung, zu technischen Details, die es einem ermöglichen, beim nächsten Mal ein besseres Bild zu machen.

Die Texte sind so aufbereitet, dass man auch als Laie folgen kann, weil sie ohne viel Fachchinesisch auskommen. Und die Artikel sind subjektiv, verbergen das auch nicht, das heisst: Man erfährt etwas über den persönlichen Geschmack des Spezialisten.

Warum ist’s interessant?

Interessant ist das in zweierlei Hinsicht: Einmal für alle, die etwas lernen wollen und sich für Fotografie interessieren. Man kann aus den «Fehlern» der anderen lernen. Zum anderen ist es auch für die interessant, die sich gar nicht so sehr für Fotografie aber für Geschichten interessieren: Viele Fotos erzählen von witzigen Momenten, von Augenblicken des Verliebtseins, kleine Kriminalgeschichten.

Es gibt zum Beispiel ein Foto, Link öffnet in einem neuen Fenster, da sieht man nur zwei Füsse. Ein Fuss ist der einer Frau, der andere ist der eines Mannes. Leicht unscharf, beide in Bewegung. Auf italienischen Kacheln. Man hat nur diesen Ausschnitt, sonst nichts. Man beginnt damit, ihn mit Fantasie aufzuladen, mit den eigenen Erinnerungen an Italien, an laue leichtsinnige Nächte, die nie enden sollten …

Und wenn das Bild dann auch noch «Tanz in Venedig» heisst, dann beginnt das grosse Kopfkino. Es ist, als ob man in fremde Erinnerungen, in ein fremdes Familienalbum schaut. Dass es ursprünglich ein unbeabsichtigter Schnappschuss war, wird zur Nebensache.

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