Am Limit Hinklicker der Woche: Auf der Strasse des Lebens

Während die einen das Gaspedal voll durchtreten, sind andere beim ewigen Boxenstopp. Hier sind die besten Kultur-Geschichten aus dem Web.

Baumallee, verschneit, Verkehr Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In einem Moment kann alles anders sein. Keystone

Einer, für den jede Rettung zu spät kam, der seine Lebenskerze an beiden Enden angezündet hatte, den der Sensenmann mitten auf einer Strasse erwischte und der doch Zeit seines kurzen Lebens für mondäne Lebensfreude stand, das war: «Er-war-der-Superstar-Falco». Der hätte 60. Geburtstag gehabt.

Im Himmel hat Falco diese Woche vielleicht gefeiert. Mit einem, der zehn Jahre jünger ist als er, und ebenso wie er auf der Überholspur des Lebens unterwegs war – ohne Boxenstopp: Kurt Cobain. Spielen die beiden jetzt zusammen in einer Band «Heaven»? Wie mag sich das wohl anhören? Smells like Vienna?

Ganz nah am Thema: der Kurzfilm der Woche. Unterwegs mit vier Rettungssanitätern. Grenzsituationen, die einem immer wieder klar machen, wie schnell sich alles ändern kann, wie dünn der seidene Faden ist. Ein atemberaubendes Stück über die Fragilität des Lebens.

Der Schweizer Fotograf Robert Frank tourte über die Strassen der USA. In den 50er-Jahren. Er hatte keine Ahnung, dass er das Selbstbild einer ganzen Nation verändern würde. Indem er nicht nur «The Sunny Side oft he Street» zeigte, sondern auch die Schattenseiten des amerikanischen Traumes dokumentierte.

Fast 60 Jahre später wiederholt sich die Reise von Robert Frank. Diesmal heisst der Fotograf Matt Black, er tourt wie Frank durch Amerika, besucht die Gegenden, in denen die Arbeitslosenrate über 20 Prozent liegt. Herausgekommen ist seine «Geography of Poverty».

Auf französischen Strassen hetzen die Exponenten des Wahlkampfes von Veranstaltung zu Veranstaltung, von Interview zu Podium. In den Wahlkampf schaltet sich jetzt ein Film ein: «Chez nous». «Chez nous» ist zwar fiktional, aber jeder weiss, wer gemeint ist. Marine Le Pen kommt in dem Film gar nicht gut weg. Ein Politikum.

«The Last Unicorn» ist mehr als ein Zeichentrickfilm, mehr als ein Kultfilm, schreibt der «Tagesanzeiger». Man hätte sich einiges an Regelschule sparen können, wäre man mit dem Unicorn in die Lebensschule gegangen. Die hat übrigens immer geöffnet und keine Ferien.