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Smartphone mit Titelbild des Facebook-Accounts. Darauf Schriftzug «#ichbinhier».
Legende: Nachdem «Jag är här» 2016 in Schweden für Aufsehen erregte, gibt es #ichbinhier nun auch auf deutsch. SRF
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#ichbinhier Die Ritter der Kommentarspalten kämpfen für faire Umgangsformen

Die Facebook-Gruppe #Ichbinhier möchte Diskussionen auf Facebook entschärfen. Um das zu erreichen mischen sie sich freundlich ein.

Worum geht's?

Die Facebook-Gruppe #Ichbinhier entschärft Diskussionen auf Facebook. Dazu mischen sich die Mitglieder von #Ichbinhier in hitzige Debatten ein und versuchen zu deeskalieren und sachliche Argumente einzubringen. Ihr Augenmerk liegt dabei auf den Seiten grosser Medienhäuser. Bei Artikeln über Flüchtlinge oder auch Putins Politik geht es beispielsweise oft heiss her.

Screenshot

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Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

Der Kniff: Jeder eigene Kommentar wird mit dem Hashtag #Ichbinhier abgeschlossen. So können die Kommentare schnell gefunden und von den Mitstreitern geliked werden. Denn Facebook macht Kommentare mit vielen Likes sichtbarer. Die Gruppe #Ichbinhier zählt zurzeit gut 26'000 Mitglieder, davon sind jedoch nur bis zu 500 wirklich aktiv.

Hannes Ley hat die Gruppe nach dem schwedischen Vorbild «Jag är här (Ich bin hier)» gegründet.

Warum ist's interessant?

Die Facebook-Gruppe nutzt die gleichen Waffen, wie viele Internet-Trolle. Durch das Liken der eigenen Beiträge werden diese nach oben gespült, sprich: prominenter platziert. Ein Versuch, dass nicht nur gut organisierte Hetzer mit ihren Kommentaren präsent sind, sondern auch die Gegenrede ihrem Platz erhält. Die Gruppe zeigt, dass ein respektvoller Umgang im Netz möglich ist – unabhängig von der politischen Haltung, die man vertritt.

Es geht also nicht um Meinungsmache oder darum, Menschen mit einer radikalen Meinung zu bekehren. Gegenüber dem «Spiegel Online, Link öffnet in einem neuen Fenster» erklärt Gründer Hannes Ley: «Wir zielen auf die vielen stillen Mitleser ab, die Unentschlossenen. Der Hass ist im Netz so allgegenwärtig geworden, dass manche denken, es ist normal, so etwas zu schreiben.»

Um eine gewisse Einheit in den #Ichbinhier-Kommentaren zu gewährleisten, hat sich die Gruppe Regeln verordnet. Dazu gehört auch, dass keine Parteien angegriffen werden sollen, sondern vor allem die Diskussionskultur verbessert werden soll.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur kompakt, 29.03.2017, 17:40 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Hier machen doch vor allem die linken +"christlichen" "Gutmenschen" falsche Reklame. Dass Morddrohungen +Kriminalitätsaufrufe nicht angewendet werden sollten, ist doch klar. Da braucht es für mich nicht ein Verbot, denn das zeigt mir nur, was für ein schlechter Mensch der Kommentarschreiben ist. Das wiederum ist dann zu meinem Vorteil, da ich mir Zeit sparen kann und seine Kommentare nicht lese. Die Gutmenschen versuchen leider damit auch Leuten zu schaden, welche die harte Wahrheit aussprechen.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Diesen Kommentar zu lesen hätte ich mir auch sparen können.....