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Eine Frau hält ein iPad: Auf dem Ipad ist eine Zeichnung. Ein Muslime telefoniert und eine Horde von Menschen rennt weg.
Legende: Das Telefonat machte den anderen Passagieren keine Freude. iStock/Bildmontage
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Netzwelt «Inschallah»: Ein Journalist nimmt einem Wort den Schrecken

Unser Netzthema des Tages: Vorurteile gegen Menschen muslimischer Herkunft haben sich seit den Anschlägen auf Paris verstärkt. Nicht nur das Aussehen, sondern auch die Sprache kann dabei eine Rolle spielen. Vor allem die Redewendung «Inschallah» sorgt für Missverständnisse und Angst - zu unrecht.

Worum geht’s?

Anfang April wurde ein irakischer Student in Kalifornien aus dem Flugzeug gewiesen. Er telefonierte und benutzte dabei – zum Unbehagen der übrigen Passagiere – die arabische Redewendung «Inschallah» – zu Deutsch: so Gott will. Der Fall sorgte weltweit für Aufruhr. Die «New York Times» hat mit einem Artikel mit dem Titel «Inshallah is Good for Everyone» reagiert, in dem sie die verschiedenen Bedeutungen der muslimischen Redewendung «Inshallah» beleuchtet.

Warum ist‘s interessant?

Im Artikel der «New York Times» werden für einmal die verschiedenen Facetten von «Inschallah» beleuchtet. Demnach kann «Inschallah» ein Ausdruck der Freude, aber auch Ausdruck von Lustlosigkeit sein.

Autor des Artikels ist Wajahat Ali, muslimischer Journalist und Autor. Bekannt wurde Wajahat Ali unter anderem als Autor «The Domestic Crusaders» («Die Kämpfer im eigenen Land»), ein preisgekröntes Theaterstück über eine muslimische Familie in den USA nach 9/11. Von Kritikern wird es als eines der wichtigsten muslimischen Stücke in den USA bezeichnet.

Wajahat Ali schreibt auch für Zeitungen – unter anderem für den «Guardian» und die «NY Times». Hauptthema seiner Artikel ist die Rolle von muslimische Menschen in der amerikanischen Gesellschaft. Zusammen mit Dave Eggers, Autor von «The Circle», hat er auch ein Skript, Link öffnet in einem neuen Fenster zu einer bisher nicht umgesetzten TV-Serie verfasst, in der ein muslimischer Cop die Hauptrolle spielen soll. Wajahat Ali gilt als eine wichtige Stimme gegen die Islamphobie in Amerika und hat 2011 einen Bericht, Link öffnet in einem neuen Fenster zu den Wurzeln von Islamophobie in den USA herausgegeben.

Der Link zum Artikel über «Inschallah» der «New York Times» finden Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Rosen , Erlenbach
    Vorweg: "muslimisch" ist keine Herkunft. Es ginge "Vorurteile gegen Menschen islamischen Glaubens...". Zum Thema: "Heil"-Rufe in Verbindung mit einem Namen gibt es auch seit über 2000 Jahren und sind an sich nichts verwerfliches. Trotzdem wären sie kurz nach dem 2. Weltkrieg dafür bestenfalls verhaftet worden. In einem US-Flugzeug am Telefon hätte man sie ebenfalls zum Verhör gebeten, in einem israelischen hätte man sie im schlimmsten Fall auf der Rollbahn gelyncht. Im Namen des Herrn.
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  • Kommentar von Rolf Künzi , Winterthur
    Zu welchem Allah sagen wir Ya. http://youtu.be/IRbe-UqeEzU
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  • Kommentar von Samuel St , St.Gallen
    Zitat SRF-Artikels: "Oft nur als "Schlachtruf" des Terrors bekannt." Weder der Ursprungsartikel noch sonst eine mir bekannte Quelle bringen "Inshaallah" in Verbindung mit einem Schlachtruf des Terror. Ich frage mich, wie die Autorin trotzdem zur Aussage "Oft nur..." kommt. Haben Sie dazu eine Quelle oder ist die Aussage aus der Luft gegriffen? Oft als Schlachtruf des Terrors bekannt wäre evt. "Allahu Akbar" aber auch hier wäre das Wort "nur" noch fehl am Platz.
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    1. Antwort von (SRF)
      Sie haben Recht. Dabei handelt es sich um eine Verallgemeinerung der Nutzung von «Inschallah», die wir nicht belegen können. Wir haben den Text angepasst.