Kulturgeschichten im Netz Leser, Kritiker und andere Wahnsinnige: Die Hinklicker der Woche

Ein Filmemacher im Literaturclub und Gott in der Physik: Das sind die besten Kultur-Geschichten aus dem Web.

Mönche verbeugen sich vor geöffneten Büchern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bücher werden nicht nur gelesen: manche werden vergöttert, andere kritisiert. Umstritten ist beides. Reuters

«Schulkino!», rief ein französischer Kritiker nach der Vorstellung. In Cannes hat man eben Ansprüche. Prädikat «schön gefilmt» reicht da nicht.

Gretchenfragen

Muss Kunst immer bahnbrechend sein und die Kritiker vom Sessel hauen? Vor allem müssen Kritiker immer so streng sein? Filmemacher Daniel Levy versuchte die Kritiker des Literaturclubs etwas zu zähmen.

«Können wir Zufall nicht als Schöpferwirksamkeit Gottes interpretieren?», fragt ein Physiker und Naturphilosoph. Gott werde in der Physik schon von der Methode her ausgeschlossen. Sie können sich’s denken: Seine Aussagen sind umstritten.

Kein Zufall: Die Farben der Welt

Manche Sprachen kennen elf oder zwölf Farben. Andere nur drei. Willkür? Nicht im Geringsten. Der bunte Wahnsinn hat System.

Zum Abschluss eine Geschichte aus dem Leben einer Leseratte: Es war einmal eine Leseratte in einer Buchhandlung. «Kauf mich, kauf mich!», rief ein Büchlein aus dem Regal. Ein Lockruf, dem nur wenige widerstehen können. «Du hast noch viele ungelesene Bücher daheim», mahnte eine Stimme im Kopf. «Egal», rief die Leseratte, «Bücher kann man nie genug haben.»

Japanische Leseratten nennen dieses Phänomen tsundoku.