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Legende: Immer auf Anhieb der passende Schlüssel: Lifehacks machen den tückischen Alltag einfacher – und manchmal sogar schöner. WikiHow
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Netzwelt Schräg und praktisch: Lifehacks machen das Leben 2.0 leichter

Im Leben 1.0 war der «Lifehack» noch analog, hiess Tipp und stammte von Freunden. Heute sind Lifehacks viral verbreitete Amateurvideos mit Tricks, die uns den Alltag erleichtern. Lifehacks sind komisch, kreativ – und vor allem ganz schön praktisch.

Der Hacker ist ein Gauner: Er bricht in Datenbanken ein und klaut persönliche Informationen, die er dann an den meistbietenden Finsterling verschachert. Die heitere Version dieses Metiers dagegen heisst «Life hacking». Der Begriff stammt aus der Hackerszene der 1980er-Jahre und hat nichts mit Computer zu tun, sondern mit spielerischen Wegen, das Leben leichter zu machen.

Es begann mit dem Austricksen von Gebührenzählern

Der Lifehack der ersten Stunde war nichts weiter als ein Pfeifen. Der Hacker John Thomas Draper (Spitzname «Captain Crunch») entdeckte, dass die Plastikpfeife, die den amerikanischen «Captain Crunch»-Frühstücksflocken beilag, einen Ton von 2600 Hertz von sich gab. Das war genau der Ton, mit dem die Telefongesellschaft AT&T die Belegung ihrer Leitungen regelte. Hörer abheben, einmal pfeifen, und schon liess es sich kostenlos telefonieren. In Drapers Fall nicht sonderlich lange: Er wurde vom FBI verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Blick auf einen Schaukasten, in dem eine verkabelte Telefontastatur zu sehen ist.
Legende: Die «Blue Box» von Steve Wozniak, mit der er gratis telefonieren konnte, heute ausgestellt im Computer History Museum. Wikimedia / RaD man / David Remahl

In die Fussstapfen des «Captain Crunch» traten die beiden Steves, die späteren Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak. Sie bauten eine elektronische Schaltung mit Tastatur, welche die nötigen Steuerungstöne erzeugte und den Gebührenzähler aushebelte. Die Telefongesellschaften sahen für diese Blue-Box-Gespräche keinen Cent.

Update auf den Alltag 2.0

Heute sind «Lifehacks» keine Basteleien mehr, sondern Tipps und Tricks meist in Form von Netzvideos, die sich viral verbreiten. Damit lassen sich ungelöste Alltagsprobleme beheben oder lästige Alltagsarbeiten abkürzen. Ob Ladekabel, die man ordentlich aufrollt und in leere Klopapierrollen klemmt, oder Äpfel, die man mit der Bohrmaschine in Sekundenschnelle schält: Lifehacks sind selten frei von Komik. Aber immer sind sie erfinderisch und kreativ. Was einst als Spleen begann, ist heute ein Update auf den Alltag 2.0.

Sieben Lifehacks, die das Leben erleichtern

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