Verspielt, bunt und witzig: So erklärt man Kindern die Oper

Klassische Konzerthäuser versuchen in den letzten Jahren verstärkt, Nachwuchs in ihre Säle zu locken. Konzerte und Opern auf Kinder zugeschnitten finden sich häufig auf den Spielplänen und auch Kulturvermittlung wird grossgeschrieben, etwa beim Internetauftritt der Bayerischen Staatsoper.

Auf dieser Zeichnung ist sehr vereinfacht ein exemplarischer Querschnitt der Bayerischen Staatsoper zu sehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Maestro Margarini (links im Bild) erklärt jungen Musikfans, wie das Innenleben einer Oper aussieht. Bayerische Staatsoper

Ungewohnt sieht das Gebäude der Bayerischen Staatsoper aus: im Comicstil gezeichnet, hell und bunt und anziehend. Ein Dirigent in Frack und weissem Hemd «begrüsst» den Besucher der Website und stellt sich vor: Es ist «Maestro Margarini», der durch das Innenleben der Oper führt.

Und was sich in so einer Oper alles abspielt, das kann man gleich selbst ausprobieren. Mit der Maus erkundet man Bildwelten im Computer: Ein schöner Saal im gezeichneten Gebäude fällt ins Auge, an der Decke zwei Kronleuchter, rechts eine Treppe.

«Das Schönste an der Oper ist das prächtige Gebäude», sagt die Stimme aus dem Rechner. Nun, da sind Erwachsene vielleicht anderer Meinung, aber hier wird einem ja auch auf kindgerechter Ebene die Oper nähergebracht.

Die Sprache ist klar und verständlich, die Sätze sind einfach und knüpfen ans Sichtbare an. Fotos von Aufführungen lassen sich zu Puzzles zerlegen und wieder zusammenbauen, es gibt Opernausschnitte zu hören. Der interaktive Animationsfilm geht auf die einzelnen Räume und Elemente eines Operngebäudes ein, etwa auf den Orchestergraben, und beantwortet Fragen wie: Wer sitzt darin und was tun die dort?

Fazit: Es ist unterhaltsam und sympathisch, wie die Bayerische Staatsoper online die Kinder für ihr Haus und die Oper generell interessieren will.