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Handy auf einem Holztisch: Im Browser ist die Website von «din dialäkt» geöffnet.
Legende: Bei manchen Tonbeispielen muss man zweimal hinhören. Dialekte sind nicht immer eindeutig. Getty Images
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Online-Game «din dialäkt» Wo sagt man «Am Morga tuet dr Weckr lüta»?

Dialekte sind ein Lieblingsthema der Schweizer. Linguisten nutzen dieses Interesse – und den menschlichen Spieldrang.

Worum geht’s?

Die Universität Zürich lädt mit «din dialäkt» zu einer akustischen Tour de Suisse ein. Das Online-Spiel fordert die User auf, Deutschschweizer Dialekte anhand von Tonbeispielen geografisch einzuordnen.

Im Einsteiger-Level markiert das Spiel zu einem Tonbeispiel jeweils fünf Kantone als Antwortmöglichkeiten. Fortgeschrittene bekommen die ganze Schweiz zur Auswahl: Je näher der Antwort-Klick bei der richtigen Ortschaft liegt, desto mehr Punkte gibt es.

Ganz eifrige Spieler können sich Zusatzpunkte verdienen, indem sie Schreibaufgaben lösen. Die Dialektwissenschaftler der Universität Zürich interessieren sich nämlich neben der Dialektkompetenz auch für das geschriebene Schweizerdeutsch.

Warum ist’s interessant?

«din dialäkt» bringt Bürger und Forschende näher zueinander. Das Spiel ermuntert die User dazu, einen spielerischen Beitrag an die Forschung zu leisten.

Das Spiel weckt den Ehrgeiz, möglichst genau zu raten. Die Tonbeispiele machen Lust auf mehr. Neben diversen Dialekten bekommt man nämlich allerhand kurze Geschichten aus dem Tonarchiv der Universität Zürich zu hören.

Eine Bündnerin aus Untervaz erzählt von einem Lastwagenfahrer und einem mürrischen Kätzchen, die vom Wecker geweckt werden. Ein Basler erzählt, wie er zum Atheisten wurde.

Die Linguisten der Uni Zürich können mit dem Spieltrieb der User Daten über deren Dialektkompetenz und das geschriebene Schweizerdeutsch sammeln. Der Datenschutz ist gewährleistet, die Daten werden anonymisiert verwendet.

Der Austausch zwischen Usern und Forschern wird ausdrücklich gewünscht. In einem Forum können Fragen gestellt und Themen rund um die Schweizer Dialekte diskutiert werden.

Das gleiche Spiel gibt es auch die französischsprachige Schweiz und für Deutschschweizer, die ihre Romandie-Kenntnisse testen wollen.

Screenshot

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Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Lieberherr  (UL)
    Bei mir kommt folgende Meldung, wenn ich auf den Link klicke:
    Diese Verbindung ist nicht sicher
    Der Inhaber von www.dindialaekt.ch hat die Website nicht richtig konfiguriert. Firefox hat keine Verbindung mit dieser Website aufgebaut, um Ihre Informationen vor Diebstahl zu schützen.

    Weitere Informationen…

    Fehler an Mozilla melden, um beim Identifizieren und Blockieren böswilliger Websites zu helfen
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    1. Antwort von SRF Kultur (SRF)
      Danke für den Hinweis. Die UniZh schreibt dazu folgendes: «Die Seiten http://www.dindialaekt.ch bzw. http://www.tonaccent.ch befinden sich derzeit gerade im Umbau, da die Teilnahme am Projekt wie angekündigt ab dem 1. Mai nicht mehr möglich ist. Nach dem Umbau können auf der Seite allgemeine Informationen zum Projekt, Medienberichte, wissenschaftliche Aufsätze, Links zu anderen Projekten u.v.m. abgerufen werden.» Wann das soweit sein wird, ist allerdings nicht kommuniziert!
  • Kommentar von Joel Busch  (Joel)
    Clevere Idee um an mehr Daten zu kommen. Wie das Projekt mit Eve Online und den Weltraumphotos, oder das Kännsch Keyboard für Handys das schweizerdeutsche Vorschläge liefert, oder dieses Spiel wo man ein mikroskopisches Raumschiff durch Proteine fliegt und dabei hilft Kandidaten für eine sinnvolle Proteinfaltung zu finden.
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  • Kommentar von Andy Schmid  (andy)
    Das Wort "nid" ist im Kt. ZH nur für eine Minderheit zutreffend. Für die Mehrheit heisst es "nöd"
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