Altocumulus undulatus asperatus

Dieses seltene und sehr eindrückliche Wolkenphänomen zeigte sich am Freitagabend über dem Appenzellerland. Der Name der Wolken ist übrigens noch sehr jung.

Cirrus und Cumulus sind uns ein Begriff. Wolken werden mit lateinischen Namen klassifiziert, international genormt von der Weltorganisation für Meteorologie WMO.

Wenn Sie vom Altocumulus undulatus asperatus noch nie gehört haben, ist das kein Wunder. Die Wolke ist sehr selten. Am häufigsten tritt sie in den grossen Ebenen der USA im Zusammenhang mit Gewittern auf.

Spannend, dass sich das Phänomen kürzlich auch in der Ostschweiz beobachten lies. Die Wolke ist imposant. Sie erinnert an die gepeitschte Meeresoberfläche bei starkem Wind, einfach verkehrt herum am Himmel hängend. Der Wind gilt auch als Bauherr der Wolke: Die welligen Strukturen in verschiedenen Grautönen hat am Freitag der Westwind geformt.

Über die Einteilung der Wolkenformation wurde in der Meteorologie viel diskutiert. Erst im März 2017 kam die Bezeichnung "aspiratus" durch die WMO in die offizielle Nomenklatur der Wolken. Sie bedeutet "aufgewühlt", "angeregt" oder "grob".
"Undulatus" heisst "wellenförmig", "Altocumulus" steht für eine Wolke im mittleren Stockwerk mit Struktur. Also alles klar: Altocumulus undulatus aspiratus.