Am Samstag Hitzetag, am Sonntag viel Tristesse

Das letzte Juliwochenende startete mit viel Sonnenschein und am Samstagnachmittag mit mehr als 30 Grad. Bereits am frühen Samstagnachmittag gingen erste heftige Gewitter nieder. Am Sonntag gab es Sonne nur noch in homöopathischen Dosen, und immer wieder gingen Regengüsse nieder.

Blick von der Rigi auf den Vierwaldstättersee, darüber noch harmlose Quellwolken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Anfang vom Ende Am Samstagnachmittag wurden die Quellwolken immer grösser, wie der Blick von der Rigi zeigt. Yvo Gabriel

Der Start in das letzte Juliwochenende war nach Mass. Am Samstagmorgen war es nahezu wolkenlos, und bei viel Sonnenschein stiegen die Temperaturen rasch an. Die Tageshöchsttemperatur wurde in Sitten mit 30,8 Grad gemessen. Hitzewerte von 30 Grad oder mehr wurden beispielsweise auch in Zürich, in Grenchen, in Bad Ragaz oder in Locarno verzeichnet. Sonst lagen die Temperaturen vielerorts bei 29 Grad. Auf dem Jungfraujoch lag die Tageshöchsttempertur bei 4,5 Grad.

Ärgerliche Gewitterlinie

Bereits am frühen Samstagnachmittag formierte sich, entgegen allen Wettermodellen, eine erste Gewitterlinie. Diese brachte vor allem im Basler Jura teilweise kräftigen Regen mit stellenweise 15 Millimeter Niederschlag in weniger als einer Stunde. Am späteren Nachmittag zog in der Fortsetzung dieser Linie auch noch ein Gewitter vom Zugersee bis ins Sarganserland. Gleichzeitig bauten sich aber weitere Gewitter vom Tessin bis ins Bündnerland an. Im Mittelland blieb es dagegen an vielen Orten bis in die tiefe Nacht hinein trocken.

Im Süden heftige Gewitter

Schon am frühen Sonntagmorgen entluden sich im Südtessin heftige Gewitter. In Chiasso fielen rund 35 Millimeter Regen. Von dort zog das Regenband nach Nordosten weiter und brachte zum Teil auch in den Bündner Südtälern grössere Regenmengen. Im Puschlav fielen verbreitet zwischen 20 und 30 Millimeter Regen, im Bergell und im Münstertal waren es zwischen 10 und 20 Millimetern. Am Nachmittag gab es im Mittel- und Südtessin eine kurze sonnige Phase. Sie liess die Temperaturen rasch ansteigen. In der Magadinoebene reichte es für 27,8 Grad. Am Abend kamen aber bereits wieder neue Gewitter auf.

Blick vom Bantiger Richtung Bern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Berner Gewitter Am Sonntagnachmittag brachte ein Gewitter der Stadt Bern 20 Millimeter Regen. Blick auf die Zelle vom Bantiger aus. Claudia Hobi

Im Norden war die Energie vorerst weg

Im Norden war nach den Gewittern vom Samstagnachmittag und -abend die Energie die heftigen Gewitter vorerst weg. Kurz nach Mitternacht entlud sich zwar noch ein Gewitter an den Freiburger und Waadtländer Alpen, sonst blieb es aber meist bei Regen. Am Sonntagmittag und am frühen Nachmittag gab es sogar noch sonnige Abschnitte, und in Genf stieg dabei das Thermometer bis auf 26 Grad. Dies bildete allerdings den Nährboden für neue kräftige Gewitter. Diese zogen im Laufe des Nachmittages von Westen nach Osten über das Mittelland und Teile der Voralpen. Da und dort gingen wieder grössere Regenmengen nieder. Auf dem La Dôle fielen im Laufe des Nachmittages rund 30 Millimeter Regen. In Bern, im Wauwiler Moos und in der Gegend von Solothurn ergossen sich zum Teil 20 Millimeter Regen in knapp 2 Stunden auf die betroffenen Gebiete.

Ein Gewitter mit dunklen Wolken zog über Gonten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weltuntergang Ein Gewitter zog am Sonntagabend über Gonten. Dabei wurde es schwarz wie die Nacht. Josef Huber

Trockene 1. Augustfeiern

Die Reste der Störungszonen liegen am Morgen des 1. August noch an den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen. Dort fällt bis zum Mittag noch teilweise Regen. Sonst lockern sich die Wolken von Westen her allmählich auf, und am Abend ist es trocken. Allerdings wird es am Abend frisch mit Temperaturen um 22 Uhr zwischen 14 und 17 Grad. Im Süden findet der Bundesfeiertag bei oft sonnigem Wetter statt. Gegen Abend bilden sich aber Quellwolken, und mit viel Pech kommt es dort noch zu einem örtlichen Regenschauer.