Am Wochenende: fast 34 Grad und lokal heftige Gewitter

Spätsommerhoch „Gerd“ brachte uns am letzten Augustwochenende hochsommerliche Temperaturen. Am Samstag lagen die Höchstwerte in Basel und Möhlin bei 33,8 Grad, und auch am Sonntag gab es lokal fast 33 Grad. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gingen allerdings auch heftige Gewitter nieder.

Blick über eine Hütte zum blauen Vierwaldstättersee, darüber ein wolkenloser Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wolkenlos Am Samstag war es lange Zeit nahezu wolkenlos, wie das Bild von der Stockhütte Richtung Vierwaldstättersee zeigt. Ulrich Fahrni

Am Sonntag wurde die Hitzemarke von 30 Grad erneut deutlich übertroffen. Die höchste Temperatur wurde in Genf mit 32,9 Grad gemessen. In Döttingen war es mit 32,8 Grad nur unwesentlich weniger heiss. Grosse Hitze gab es auch am Eidgenössischen Schwingfest. In Payerne wurden am Nachmittag 32,1 Grad gemessen. Mehr als 31 Grad gab es beispielsweise in Sitten, in Nyon, in Basel, in Schaffhausen oder auch im Norden der Stadt Zürich. Die Höchstwerte vom Samstag wurden aber um rund ein Grad verfehlt. In Basel und Möhlin wurden am Samstag 33,8 Grad erreicht. Das war zusammen mit den 33,8 Grad in Döttingen am Freitag die höchste Temperatur der aktuellen Hitzewelle. Hoch waren die Temperaturen auch auf den Bergen. Auf dem 2100 Meter hohen Pilatus stiegen die Temperaturen am Samstagnachmittag auf 20,7 Grad, am Sonntag bewegten sich die Temperaturen in der bereits kühleren Luftmasse nur noch im Bereich um 16 Grad.

Mehrere Blitze schlagen gleichzeitig in die Bergkrete. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verbreitet Gewitter In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es verbreitet Gewitter, so auch bei Stalden im Kanton Obwalden. Diego Schilter

Gewitter am Rande des Hochs

Weil die Druckverteilung schon am Samstag flacher wurde, entluden sich am Samstagnachmittag und vor allem in der Nacht zum Sonntag erste heftige Gewitter. Los ging es am Samstagnachmittag über den Waadtländer und Freiburger Alpen mit den ersten Gewitterzellen. Diese zogen später Richtung Berner Mittelland zogen. In Bex (VD) wurden in 2 Stunden 27 Millimeter Regen gemessen. Am späteren Abend bildeten sich an den nördlichen Alpen weitere starke Gewitterzellen. Diese zogen dann Richtung Mittelland. Die grössten Regenmengen gab es dabei in Romont (FR) mit 27,6 Millimeter und in Brienz mit 35,6 Millimeter. Die stärkste Niederschlagszelle traf aber erst in der Nacht auf Sonntag den Kanton Basel-Landschaft. In Liestal fielen 37,2 Millimeter, in Maisprach 36 Millimeter. Dort kam es auch zu Schäden. Am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag muss wieder mit Gewittern gerechnet werden.

Eine Schweineherde liegt im schlammigen Wasser. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schweinehitze Selbst auf der Alp Ramosa in 1926 Metern über Meer war es den Schweinen noch viel zu heiss bei 24 Grad. Leo Pleisch

Hitzewelle am Ende, aber Sommer kommt erneut

Am Sonntagabend geht die 5-tägige Hitzewelle zu Ende. Am Montag erreicht uns eine Kaltfront. Sie bringt verbreitet Schauer und auch nochmals einige Gewitter. Es wird aber nicht überall im Norden nass. Die Temperaturen gehen auf 25 Grad zurück. Bereits am Dienstag erreicht uns der Ausläufer des Azorenhochs. Es wird vor allem im Flachland rasch wieder sonnig. Am Dienstag bläst aber noch Bise, und so liegen die Temperaturen bei 23 bis 26 Grad. Ab Mittwoch wird es definitiv wieder sommerlich. Die Nachmittagstemperaturen erreichen Werte zwischen 25 und 29 Grad, im Wallis dürfte bereits am Donnerstag wieder die Hitzemarke von 30 Grad übertrofen werden.

Und der Süden?

Südlich der Alpen war es in der letzten Tagen kühler. Meist lagen die Temperaturen „nur“ zwischen 26 und 29 Grad. Im Tessin werden auch morgen (Montag) nochmals 29 Grad erreicht. In der Nacht auf Dienstag und am Dienstagvormittag muss im Tessin mit kräftigen Gewittern und mit ergiebigem Regen gerechnet werden. Ab Mittwoch geht es auch dort wieder sommerlich weiter, mit Temperaturen um 28 Grad. Jeweils am Abend sind aber lokale Gewitter möglich.