Appenzeller Landsgemeinde: Schneefall droht!

Wie jedes Jahr am letzten Aprilsonntag findet in Appenzell die traditionelle Landsgemeinde statt. Dabei heisst es nicht nur, sich warm anzuziehen. Es muss sogar mit Schneefall auf dem Landsgemeindeplatz gerechnet werden.

Es ist wieder so weit! Am Sonntag findet im Kanton Appenzell Innerrhoden die traditionelle Landsgemeinde statt. Wie nur an wenigen Orten sonst auf der Welt wird in Appenzell die Demokratie vom Wetter mitbestimmt. Die Appenzellerinnen und Appenzeller entscheiden unter freiem Himmel über die Geschicke des Halbkantons am Fusse des Säntis. Dieses Jahr heisst es als Wähler auf die Zähne zu beissen. Es ist kalt und zeitweise fällt Schnee.

Dunkle Wolken drohen auch 2016 der Appenzeller Landsgemeinde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kalte Landsgemeinde Dunkle Wolken drohen auch 2016 der Appenzeller Landsgemeinde. Keystone

In der Kirche sitzen bleiben

Bereits am Morgen fällt zum Teil nasser Schnee im Appenzellerland. Beim morgendlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Mauritius spielt das nass-kalte Wetter noch nicht so eine Rolle. Wer hofft, dass nach dem Kirchgang alles besser kommt, sieht sich eines Besseren belehrt. Um 12.00 Uhr geht es von der Kirche zum Landsgemeindeplatz unter den Klängen der Landsgemeindehymne „Marcia solenne“. An diesem Sonntag werden die Geschäfte wohl schneller behandelt als üblich, hat doch kaum jemand Lust länger als nötig bei weiterhin nassen Flocken auf dem Landsgemeindeplatz zu verweilen. Das Thermometer zeigt maximal 2 Grad, mehr nicht!

Warm anziehen Herr Bundesrat!

Für die Stimmberechtigten und das zahlreiche Publikum gilt es, sich richtig warm anzuziehen. Dies gilt auch für den im Winter neu gewählten Bundesrat Guy Parmelin, der an der Landsgemeinde als Ehrengast weilt. Ebenfalls zu den Ehrengäste gehört der Glarner Regierungsrat in corporé. Die Glarner befinden sich sozusagen im Trainingslager für den folgenden Sonntag. Dann findet im Kanton Glarus die Landsgemeinde statt. Die Glarner Gäste sind sich das Frieren gewohnt. Vor gut drei Wochen war auch die traditionelle Näfelser Fahrt eine kühle Angelegenheit.