«Sebastian» in Deutschland Böen bis 148 Kilometer pro Stunde

Am Donnerstagvormittag erreichten uns die Böen von Sturmtief «Sebastian». Im Flachland gab es bis 114 Kilometer pro Stunde, auf den Bergen lokal Orkanböen. In Deutschland wurden am Mittwoch bis 148 Kilometer pro Stunde gemessen, und es gab Todesopfer.

Am Donnerstagmorgen erreichte die Kaltfront von Sturmtief «Sebastian» die Schweiz. Selbst in tieferen Lagen, wie beispielsweise in Rünenberg/BL, gab es Böen bis 114 Kilometer pro Stunde. Auf dem Chasseral wurden sogar Orkanböen bis 124 Kilometer pro Stunde gemessen. Im Vergleich zu Deutschland kam die Schweiz aber mit einem blauen Auge davon.

Wellen schwappen über die Hafenmole in Amrum Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sturm an der Nordsee Die Fähren mussten am Mittwochabend im Hafen bleiben, so auch in Amrum. Astrid Huggler

An der Nordseeküste 130 Kilometer pro Stunde

Am Mittwochnachmittag traf der Sturm die deutsche Nordseeküste mit voller Wucht. Verbreitet gab es Windspitzen bis 130 Kilometer pro Stunde und gemäss Agenturangaben verloren mindestens zwei Menschen das Leben. An vielen Orten an der Nordseeküste wurden Schulen geschlossen und der Fährbetrieb wurde eingestellt. Noch stärker tobte der Sturm auf dem gut 1100 Meter hohen Brocken in Niedersachsen. Dort wurde ein Spitzenwert von 148 Kilometern pro Stunde gemessen. Am Donnerstag flaute der Sturm ab. Weite Teile von Deutschland befanden sich bereits hinter der Kaltfront. Nur auf dem Feldberg wurde noch eine Böenspitze von 130 Kilometern pro Stunde gemessen.