Das Wochenendwetter: unten kühl und oben mild

Über dem Mittelland lag am Wochenende zäher Hochnebel mit Obergrenze bei 1000 Metern. In der Nebelschicht verharrten die Temperaturen meist bei 3 bis 4 Grad. Über dem Nebel und ausserhalb des Nebels war es zwar nur zeitweise sonnig, dafür extrem mild. Am Samstagnachmittag gab es teilweise 17 Grad.

Am Samstag schaute in Schwellbrunn nur der Kirchturm aus dem Nebel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schwellbrunn im Nebel Am Samstag schaute in Schwellbrunn nur der Kirchturm aus dem Nebel. Peter Eicher

Der Hochnebel machte an diesem Wochenende kaum einen Wank. Sowohl am Samstag wie am Sonntag löste er sich kaum auf. Die Obergrenze lag in der Regel bei rund 1000 Metern. Im Laufe des Wochenendes dehnte sich die Nebelschicht immer weiter in die Alpentäler aus. Erreichte der Nebel am Samstag vom Bodensee her bereits die Gegend von Sargans, dehnte er sich am Sonntag weiter Richtung Bündnerland aus. Am Sonntagmittag hatte der Nebel Landquart erreicht, und die kühle Dunstschicht reichte bereits bis nach Chur. Am Sonntag lag auch Altdorf im Urner Reusstal unter einer Hochnebelschicht. Über dem Nebel war es vor allem am Samstagvormittag noch sonnig, sonst zogen immer wieder dichtere Wolkenfelder vorbei.

Der Sihlsee befand sich am Samstag direkt an der Nebelobergrenze. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nebelgrenze Der Sihlsee befand sich am Samstag direkt an der Nebelobergrenze. Jürg Morgenegg

Extreme Temperaturunterschiede

In der Nebelschicht war es über das ganze Wochenende kühl. An den meisten Orten lagen die Temperaturen zwischen 2 und 5 Grad, nur in der Romandie war es etwas milder. Am tiefsten waren die Temperaturen direkt an der Obergrenze des Hochnebels. Auf der Lägern (AG), auf rund 850 Metern über Meer, gab es am Samstag sogar einen Eistag. Während des ganzen Tages lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Der Maximalwert betrug -0,2 Grad. Auf dem 100 Meter höher gelegenen Uetlibergturm, rund 950 Meter über Meer, in einer horizontalen Distanz von rund 20 Kilometern, wurde dagegen eine Höchsttemperatur von 13,5 Grad gemessen. Auch horizontal waren die Temperaturunterschiede riesig. Am Samstagmittag wurden in Buchs SG in der Nebelsicht 4,3 Grad gemessen, gleichzeitig zeigte das Thermometer in Chur 15,7 Grad.

Dichtes Nebelmeer über dem Walensee, darüber ziemlich sonniges Wetter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nebelmeer Am Sonntag verschwand der Walensee unter dem Nebelmeer, wie die Aufnahme von Walenstadtberg aus zeigt. Ivo Linder

Auch ohne Föhn mild

Die höchste Temperatur des Wochenendes wurde mit Föhn am Samstag in der Früh in Altdorf mit 18,7 Grad gemessen. Im Laufe des Samstages wurde der Föhn zwar immer schwächer, es blieb aber mild. In Visp gab es am Samstag 17,3 Grad, am Sonntag wurden immer noch 16,6 Grad gemessen. Sehr mild war es aber auch auf dem Jura. In La Chaux-de-Fonds zeigte das Thermometer sowohl am Samstag wie am Sonntag einen Höchstwert von gut 14 Grad. Die Nullgradgrenze lag an beiden Tagen knapp über 3000 Meter.

Sonnenstube erneut meist grau

Im Mittel- und Südtessin blieb es auch an diesem Wochenende meist stark bewölkt. und ab und zu gab es schwachen Niederschlag. Am Sonntagnachmittag setzte wieder verbreitet Regen ein. Dennoch war es weiterhin sehr mild. An beiden Tagen lagen im Mittel- und Südtessin die Höchsttemperaturen im zweistelligen Bereich.

Weiterhin kein Wintereinbruch

Am Montag überquert eine Warmfront von Süden nach Norden die Alpen und bringt auch im Norden etwas Regen. Die Schneefallgrenze liegt dabei aber meist oberhalb von rund 1800 Metern. Ab Dienstag geht es veränderlich bewölkt weiter. In der Regel bleibt es aber trocken. Bei vereinzelten Niederschlägen, vor allem über den Bergen und dem Jura, liegt die Schneefallgrenze meist im Bereich von 1300 Metern. Der grosse Wintereinbruch ist nach wie vor nicht zu sehen, auch wenn die Temperaturen vor allem in den Bergen etwas zurückgehen.