Die Sonne hat einen grossen Fleck

Am Sonntag war auf der Sonne ein riesiger Fleck zu bestaunen. Heute Montag und im Norden auch noch morgen Dienstag verdecken allerdings dicke Wolken den Blick zur Sonne. Mit 25'000 Kilometern Durchmesser ist der Fleck etwa doppelt so gross wie der Durchmesser der Erde.

Auf der Sonne würde sich momentan ein grosser Fleck zeigen. Noch gestern (Sonntag) konnte er auch von der Schweiz aus gut beobachtet werden. Heute verdecken nun dicke Wolken der Blick zur Sonne, und auch morgen dürfte das Himmelsereignis meist nur vom Tessin aus sichtbar sein. Der Fleck ist im südwestlichen Quadranten unseres Tagesgestirns zu finden. Mit einer Ausdehnung von rund 25'000 Kilometern handelt es sich um einen vergleichsweise grossen Fleck auf der Sonne. Zum Vergleich: Der Durchmesser der Erde beträgt 12'756 Kilometer. Damit ist die Ausdehnung des Sonnenfleckens rund doppelt so gross wie unser eigener Planet.

Der aktuelle Sonnenflecken wurde am Sonntag auf der Sternwarte Eschenberg bei Winterthur aufgenommen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sonnenflecken Der aktuelle Sonnenflecken wurde am Sonntag auf der Sternwarte Eschenberg bei Winterthur aufgenommen. Dani Luongo, Sternwarte Eschenberg

Magnetfeldstörung

Sonnenflecken entstehen durch lokale Magnetfelder in der Sonnenoberfläche. Sie behindern den Energiefluss aus dem Sonneninneren. Dadurch sinkt die Temperatur im Inneren der Sonnenflecken und rund 1'000 Grad gegenüber ihrer direkten Umgebung. Optisch äussert sich dies durch eine Verdunklung, also durch Flecken. Normalerweise findet man in der Nähe von solchen Sonnenflecken heftige Eruptionen. Im aktuellen Fall sind aber keine heftigen Eruptionen zu finden. Die Eruptionen sind Gasuswürfe, die auch den Funkverkehr auf der Erde stören können, und auch das Auftreten von Polarlichtern begünstigen. Diese wären allerdings zurzeit auf der Nordhalbkugel kaum zu beobachten, da in den Polargegenden momentan die Mitternachtssonne scheint.

Anmerkung: Markus Griesser ist Leiter der Sternwarte Eschenberg in Winterthur.