Wetterwechsel Ende der Hitzewelle: Gewitterregen tränkt Boden

Der Hitzewelle wird spätestens in der Nacht auf Donnerstag den Garaus gemacht. Dieser Wetterwechsel wird gebietsweise von unwetterartigem Niederschlag und kräftigen Gewittern begleitet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Süden: Dienstag bis Donnerstag 90 bis lokal 180 mm Gewitterregen - Gefahr von hochgehenden Bächen, Überschwemmungen und Erdrutschen.
  • Norden: Mittwoch bis Donnerstag teils kräftige Gewitter mit Gewitterregen, Hagelschlag und starken Windböen.

Alpensüdseite:

Zwischen Dienstagabend und Donnerstagabend sind in Teilen des Tessins und im Misox 90 bis 180 mm Niederschlag denkbar. Der Starkregen wird wohl entlang von sogenannten Gewitterlinien fallen. Gebietsweise fällt damit sehr intensiver Regen, während in anderen Regionen deutlich weniger Wasser vom Himmel kommt.

Auf einer Schweizer Karte sind die Regenmengen bis Ende Woche eingezeichnet. Mit 90 bis 180 mm Niederschlag steht dem Tessin eine grosse Menge Regenwasser bevor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Gewitterregen der nächsten Tage könnte lokal wohl zu viel des Guten sein. SRF Meteo

Alpennordseite:

In der Nacht auf Mittwoch und vor der Kaltfront am Mittwochabend wird auch im Norden die Wetterküche aufgemischt. Gebietsweise ziehen kräftige Gewitter übers Land. Sie werden begleitet von Starkregen, Hagelschlag und böig stark auffrischendem Wind.

In der Nacht auf Donnerstag bringt die Kaltfront verbreitet Regen. Es ist vielerorts mit 30 bis 60 mm Regen zu rechnen. Mit dem Südwestwind in der Höhe gelangt der Gewitterregen im Süden auch über den Alpenhauptkamm bis nach Nordbünden oder ins Glarnerland. Es ist mit 60 bis lokal 100 mm in 48 Stunden zu rechnen.

Gefahrenpotential:

  • Hochgehende Bäche, Flüsse und Seen

Mit der Hitze der letzten Tage befindet sich viel Schmelzwasser in den Bächen und Flüssen beidseits der Alpen. Mit einer sehr hohen Schneefallgrenze wird der allergrösste Teil der Niederschlagsmengen nicht als Schnee zurückgehalten, sondern direkt in den Abfluss übergehen. Gemäss den Hydrologen vom Bundesamt für Umwelt dürfte besonders die Maggia kritisch ansteigen.

Im Luganersee ist der Seepegel gemäss Bundesamt für Umwelt bereits relativ hoch. Massgeblich dafür verantwortlich dürfte der extreme Gewitterregen in Lugano vom Sonntagmorgen sein.

  • Erdrutsche, Steinschläge

Intensiver Dauerregen mit Gewittern verstärkt kann stellenweise zu kleineren Überschwemmungen führen, Hänge destabiliseren und lokale Erdrutschen bringen.