Heissester 1. August Fast 36 Grad im St. Galler Rheintal

An vielen Orten erlebten wir den heissesten 1. August seit Messbeginn. Der höchste Tageswert wurde in Sevelen mit 35,7 Grad verzeichnet. Bereits in der vergangenen Nacht gab es einen ersten Rekord. In Altdorf sank die Temperatur nicht unter 27,5 Grad, das gab es in der Schweiz noch nie!

Seit Tagen rechnete man für den Bundesfeiertag mit grosser Hitze. Nicht nur die Spanienhitze, die seit Tagen zu uns fliesst, treibt das Thermometer in die Höhe, sondern auch noch Föhn in den Alpen. Dies ist im Hochsommer extrem selten. So wurde es vor allem im Osten sehr heiss. In Sevelen im St. Galler Rheintal wurde mit 35,7 Grad die höchste Temperatur des Tages gemessen. Es war bis jetzt die zweithöchste Temperatur im Jahr 2017. Aber auch sonst war es im Osten und in den Föhngebieten sehr heiss. In Bad Ragaz wurden 35,4 Grad gemessen, in Chur waren es 34,9 und in Glarus 34,3 Grad. Ähnlich heiss war es in Sitten mit 34,7 und in Altdorf mit 33,9 Grad. An all diesen Orten und an noch etwa 20 weiteren Messstandorten war es der heisseste Bundesfeiertag seit Messbeginn.

Idyllischer Lauenensee mit noch hellen Quellwolken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Quellwolken In der heissen Luft bildeten sich am Nachmittag über dem Lauenensee Quellwolken. Ueli Klossner

Allzeitrekord in der Nacht

Die sehr hohen Temperaturen waren nach einer in den Föhngebieten äusserst milden Nacht zu erwarten. In Altdorf wurde es während der ganzen Nacht nie «kühler» als 27,5 Grad. Das gab es bis jetzt in der Schweiz noch nie. Bis jetzt galt die Nacht auf den 1. August 1983 als wärmste Nacht mit einem Tiefstwert in Altdorf von 26,9 Grad.

Tornadoähnliche Wolken in der Nähe von Luzern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gewitter Am Abend zogen unwetterartige Gewitter auf, wie hier in Schmiedrued Benjamin Würgler

Gewitter drohen

Bis Mitte Nachmittag war es noch oft sonnig, nur am Jura gab es stellenweise erste Gewitter. Nach 16 Uhr zogen von Südwesten verbreiteter Gewitter auf. Am späteren Abend erreichen auch noch die Ausläufer einer Kaltfront den Jura. Die Gewitter können zum Teil heftig ausfallen.