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Gefragtes Fotosujet Dekorative Quellwolken im Norden

Am späten Sonntagabend und am Montagmorgen waren unendlich viele kleine Quellwolken zu beobachten. Sie befanden sich meist in einer Höhe zwischen 3000 und 4000 Meter und boten ein begehrtes Fotosujet. Der Meteorologe spricht in diesem Fall von Altocumulus stratiformis undulatus.

Das Licht des Vollmondes dringt durch die Wolkenschicht.
Legende: Spektakel in der Vollmondnacht Der Vollmond beleuchtet über dem Blauen die Altocumuli. Bea Steffen

In der Nacht auf Montag und am Montagmorgen streifte eine Warmfront den Nordrand der Schweiz. Sie führte in einer Höhe zwischen 3000 und 4000 Metern feuchtere Luft mit zahlreichen flachen Quellwolken zu uns. Weil die tieferen Luftschichten trocken waren, konnten die Quellwolken auch vom Boden aus gut beobachtet werden, und die aufgehende Sonne sorgte teilweise für farbenprächtige Bilder.

Wellenförmig angeordnete Quellwolken im mittleren Stock der Atmosphäre.
Legende: Morgenstimmung Die Altocumulus undulatus-Wolken über Auswil im Kanton Bern. Christian Aeschlimann

Altocumulus stratiformis undulatus

In der Wolkenklassifikation bedeutet der Begriff Alto mittlere Höhe, in der Regel also zwischen 2000 und 7000 Metern über Meer. Der Begriff Cumulus besagt, dass es sich um eine Quellwolke, in unserem Fall um eine flockige Quellwolke handelt. Mit dem Ausdruck stratiformis wird zum Ausdruck gebracht, dass die Wolken schichtförmig angeordnet sind und zu einem System gehören, in diesem Fall zu einer flachen Warmfront.

Wolkenschicht über Zweisimmen.
Legende: Altocumuls stratiformis Durch die klare Luft in Bodennähe kamen die Wolken in der Morgensonne gut zur Geltung. Beatrice Schwarz

Es folgt noch eine schlappe Kaltfront

Die mittelhohen Quellwolken der Warmfront zogen gegen Mittag nach Osten ab. So war es um die Mittagszeit und am frühen Nachmittag auch im Norden ziemlich sonnig. Auf den Abend folgt noch der Streifschuss einer Kaltfront. Damit muss man speziell am Nordrand der Schweiz auch mit tiefen Wolken rechnen. Voraussichtlich bleibt es aber an den meisten Orten trocken.