Gewitter: rund 50 Millimeter Regen in der Linthebene

In der Nacht fielen in der Linthebene und in den angrenzenden Gebieten stellenweise rund 50 Millimeter. Auch sonst gab es im Osten teils heftige Gewitter. In Zürich fielen in den letzten 24 Stunden mehr als 60 Millimeter Regen.

Auch am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag wurde die Schweiz von heftigen Gewittern getroffen. Am späten Abend formierte sich eine Gewitterzelle über dem Schwarzwald. Sie zog über Schaffhausen und Winterthur Richtung Linthebene weiter. Dort gab es riesige Regenmengen. Auf der Station Doggen-Benken in der Linthebene wurden innerhalb von knapp 2 Stunden mehr als 44 Millimeter Regen gemessen. Wahrscheinlich gab es Orte, wo deutlich mehr Regen fiel, die aber nicht mit einem Regenmesser ausgestattet sind. Von den Schadensmeldungen her, dürfte der nahe gelegene Raum Schindelleggi am härtesten getroffen worden sein. Dort dürften die Regenmengen deutlich über 50 Millimeter gelegen haben.

Das Gewitter über Winterthur auf dem Weg in die Linthebene. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gewitter der Nacht Das Gewitter über Winterthur auf dem Weg in die Linthebene. Sylvia Michel

Gewitterzellen eine sehr lokale Angelegenheit

Gewitterzellen sind räumlich oft eng begrenzt. Das zeigte sich auch bei den nächtlichen Gewittern. In Bilten (GL), am östlichen Rand der Linthebene gelegen, gab es nur 1 Millimeter Regen. Ähnlich verhielt es sich im Raum Winterthur. Während in der Nacht auf der Messstation Winterthur-Seen 33 Millimeter Regen fielen, gab es im nahe gelegen Aadorf (TG) nur 0,1 Millimeter Niederschlag. Bereits im Laufe des Montags entluden sich über dem Zürichberg immer wieder Gewitter. Dort wurden in den letzten 24 Stunden insgesamt mehr als 60 Millimeter Regen verzeichnet, während beispielsweise beim Fernsehstudio Leutschenbach oder im Aussenquartier Witikon in der gleichen Zeit weniger als 20 Millimeter Regen niedergingen.

Stationäre Zellen wurden zum Problem

Zurzeit befindet sich die Schweiz im strömungsarmen Flachdruckbereich. Entsprechend haben die Gewitterzellen nur eine sehr geringe Zuggeschwindigkeit. Die Folge davon: Gewitterzellen regnen sich über lange Zeit am selben Ort aus. Diese Situation wird sich auch in den kommenden Tagen nicht ändern. Es muss also auch heute und morgen mit Gewittern und vor allem mit Starkregen gerechnet werden.