Hasel und Erle provozieren Schleimhäute

Noch ist es Winter, und doch ist der Pollenflug schon wieder ein Thema. Wer auf Hasel oder Erle allergisch ist, hat es momentan nicht leicht! In weiten Teilen des Mittellandes, im Wallis und im Tessin ist heute Montag die Pollenbelastung hoch.

Ein blühender Hasel vor tiefblauem Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Hasel blüht Blühender Hasel am Sonntag in Seuzach bei Winterthur. Reto Braunschweiler

In der vergangenen Woche begannen an vielen Orten im Mittelland Hasel und Erle zu blühen. Damit ging die Pollensaison 2017 auch im Norden los. Im Mittel- und Südtessin blühen Hasel und Erle sogar schon seit Ende Januar. Auf Grund der anhaltenden trockenen und milden Witterung ist heute Montag die Pollenbelastung in weiten Teilen des Mittellandes, im Rhonetal und im Mittel- und Südtessin hoch. Gelegentliche Niederschläge im Norden führen morgen Dienstag vorübergehend zu einem Rückgang des Pollenfluges.

Weisse Weidenkätzchen in Augst. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weidenkätzchen In Augst haben auch die Weiden ausgetrieben. August Heinrich Schneider

Vegetation im Rückstand

Obwohl bereits im Februar die Pollenbelastung hoch ist, ist die Vegetation momentan noch im Rückstand. Weil der Januar 2017 rund 3 Grad kälter war als üblich, verharrten die Pflanzen lange Zeit in einer Art Schockstarre. Seit Monatsbeginn ist es nun aber sehr mild. Nördlich der Alpen waren die ersten 20 Februartage rund 2 Grad wärmer als üblich, entsprechend kam die Vegetation voll in Gang. Dennoch verzögerte sich der Blühbeginn des Hasels nördlich der Alpen um rund zwei Wochen, der Vegetationsrückstand der Erle beträgt etwa eine Woche. Auch in den kommenden Tagen verbleibt der Alpenraum in einer meist milden Westströmung. Die Nachmittagstemperaturen bewegen sich in dieser Woche meist im Bereich zwischen 10 und 15 Grad. Damit bleibt die Pollenbelastung auch in den kommenden Tagen meist hoch.