Heuschnupfen

Das sonnige und warme Frühlingswetter freut nicht alle: Allergiker leiden im Moment unter Eschen- und Birkenpollen. In der Schweiz ist jeder Fünfte von Heuschnupfen betroffen.

Wiese mit Hütte und Wald im Hintergrund. In der Luft eine Wolke aus Pollen in leichtem Gelb. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pollenbelastung Besonders stark ist sie bei sonnigem und warmem Wetter. Keystone

Tränende und brennende Augen, Niesattacken, Juckreiz im Gaumen und teils sogar Atembeschwerden und Asthma – der mühsame Alltag vieler Allergiker. Und das sind nicht wenige: Schätzungen gehen in der Schweiz von 1,2 Millionen Betroffenen aus.

Nach dem milden Winter gibt die Vegetation seit Wochen Vollgas. Der Kälteeinbruch vor einigen Tagen sorgte nur kurz für einen Dämpfer. Im Moment hat sich eine Hochdrucklage eingestellt. Das sonnige Wetter treibt die Pflanzenblüte voran. Dazu wird es von Tag zu Tag milder: Am Wochenende und zu Beginn der neuen Woche sind wieder 20 Grad in Sicht. Das Hoch hält wahrscheinlich bis weit in die neue Woche hinein an. Für Allergiker ist also keine Entlastung in Sicht.

Blauer Himmel im Hintergrund, im Vordergrund weisse Birkenäste mit gelben Blütenständen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Birkenpollen Im Moment ist mit einer starken Belastung zu rechnen. Kurt Freund

Welche Pflanzen sind problematisch?

Wir haben in der Schweiz rund 3500 Pflanzenarten. Allergische Reaktionen werden aber nur von einem ganz kleinen Teil von 20 Arten ausgelöst. Die ersten Allergikerpollen im Frühjahr sind Hasel und Erle. Ihre Blüte ist schon fast vorüber, die Pollenwerte in der Luft im Moment nur noch gering. In den Bergen hält jedoch die Hasel- und Erlenblüte noch an. Eschen und Birken sorgen aktuell für grosse Probleme: Sie sind in Blüte und belasten die Luft stark. Im Rhonetal ist die Birkenpollenbelastung sogar sehr stark, dies gemäss dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie. Im westlichen Mittelland kommt die Blüte der Hagebuche dazu. Sie hat sehr allergene Pollen. Das Tessin meldete auch schon erste Gräserpollen, allerdings noch in geringer Konzentration.

Spacige Kugeln mit Stacheln und Noppen in allen möglichen Farben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pollen Erst mit starker Vergrösserung werden ihre faszinierenden Formen sichtbar. SRF

Fehlgeleitetes Immunsystem

Eigentlich sollte uns das Immunsystem vor Krankheitserregern schützen. Manchmal richtet sich die Abwehr des Körpers aber auch gegen harmlose Substanzen, zum Beispiel Pollen. So kämpft der Körper gegen die mikroskopisch kleinen Pollenpartikel in der Luft. Von der allergischen Reaktion betroffen sind vor allem Augen, Nase, Gaumen und Lunge. Entstehung und Behandlung des Heuschnupfens sind bis heute weitgehend ein Rätsel. Mehr Informationen finden Sie beim Gesundheitsmagazin Puls: Heuschnupfen - Amoklauf des Immunsystems