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Meteo-News Im Island-Fieber

Die Fussballer sorgen an der Euro für Furore, die Spieler sind hart im Nehmen. Das sind sie sich zumindest beim Wetter von Klein auf gewohnt.

Grüne Wiesen und Wasserfall.
Legende: Grüne Wiesen, Wasserfall, das erwartet man in Island. Christoph Siegrist

Das Klima auf Island ist deutlich milder, als der Name des Landes erwarten lässt. Ein Seitenarm des Golfstroms fliesst entlang der Süd- und Westküste, was für ein eher moderates Klima sorgt. Bei Island trifft milde und feuchte Atlantikluft auf kalte arktische Luft. Das Wetter wird dadurch oft sehr wechselhaft und stürmisch.

Sommersaison

Die Sommer-Reise-Saison dauert von Ende Mai bis Anfangs September. In der ersten Hälfte dieser Zeitspanne steht die Sonne fast 24 Stunden am Himmel. Die Sonne wird aber oft von Wolken bedeckt. Und wenn sie mal scheint, dann hat sie nicht viel Kraft, die Luft merklich zu erwärmen. Tagsüber ist die Luft meist kühl (erfrischend sagen die Einheimischen) und nachts kalt.

Im Winter ist es entsprechend dunkel, kalt und oft stürmisch.

Wind und nochmals Wind

Das Haupt-Wetterelement auf Island ist so oder so der Wind. Besucht man die Webseite des Isländischen Wetterdienstes (en.vedur.is, Link öffnet in einem neuen Fenster), dann wird im Wettertext zunächst immer der Wind abgehandelt. So kann bei Aufzug eines sehr kräftigen Sturmes im Wettertext auch mal stehen, man solle zu Hause bleiben und ein Buch lesen. Das Fussballtraining wurde an diesem Tag wohl abgesagt.

Ein paar Zahlen

Vergleich Reykjavik/Bern/Samedan

Normperiode 61/90
ReykjavikBernSamedan
Jahresmittel4.37.91.3
Mitteleres Maximum im Juli
13.323.318.3
Mittleres Maximum im Januar
1.91.9-2.2
Niederschlagsumme ganzes Jahr
7981028700

Die kurze Übersicht zeigt, dass der Sommer in Island sogar eher kühler ist als im Oberengadin, der Winter aber vergleichbar ist mit dem Flachland in der Schweiz.

Island Spieler feiert den Sieg.
Legende: Aron Gunnarsson hat mit oder ohne Shirt nie zu kalt. Reuters

Sommertage (Temperaturen ab 25 Grad) gibt es in Island bei weitem nicht jedes Jahr, das gilt in der Schweiz auch fürs Oberengadin.

Ob diese klimatischen Bedingungen nun mit dem fussballerischen Können der Isländer zusammenhängen, wurde bisher noch nicht wissenschaftlich untersucht.

Quelle: v.a. Vedur.is