Warme Nächte In den Städten kühlt es kaum ab, warum?

Auf der Wetter-App und und am Radio und TV wird von Tiefstwerten zwischen 17 und 20 Grad gesprochen, trotzdem wälzt man sich im Bett bei mindestens 25 Grad. Was läuft hier falsch?

Heat-Island-Effect

Tagsüber wird es in den Städten auf Grund der Bebauung meist etwas heisser als auf dem Land. Deutlicher ist der Stadt-Land-Unterschied aber in der Nacht. In den Strassenschluchten der Städte und Agglomerationen geben Gebäude und asphaltierte Strassen und Plätze noch lange sehr viel Wärme ab. Die Temperatur sind in diesen Tagen teils kaum mehr unter 25 Grad. Man nennt dies den Heat-Island-Effect. Oder zu deutsch: die städtische Wärmeinsel.

Auf dem Land - 2 Meter über Boden

Temperaturen werden standardmässig 2 Meter über einer Wiese gemessen. Dabei sollte die Wiese möglichst nicht von Strassen oder Häusern umgeben sein, damit die verschiedenen Messorte gut verglichen werden können. Temperaturprognosen, sowohl für Höchst- als auch für Tiefstwerte, beziehen sich immer auf solche Standardmessungen.

Tiefstwerte erst kurz nach Sonnenaufgang

Eine Temperaturkurve. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Temperatur sinkt z.B. am Zürichberg erst nach Mitternacht unter 25 Grad. SRF Meteo

Auch bei Tiefstwerten von unter 20 Grad wird es erst in den Morgenstunden kühl, um Mitternacht liegen die Temperaturen noch bei 25, um 3 Uhr noch bei 22 Grad.