Im Osten seit 72 Stunden Regen In der Nacht nochmals 38 Millimeter Regen

Seit Donnerstagmorgen regnet es in der Ostschweiz fast ohne Unterbruch. Bereits am Samstag kam es im St. Galler Rheintal und im Kanton Appenzell zu Überschwemmungen. In der Nacht auf Sonntag gingen stellenweise nochmals 38 Millimeter Regen nieder. Im Laufe des Vormittages sollte es trocken werden.

Seit Donnerstagmorgen giesst es im äussersten Osten der Schweiz zum Teil wie aus Kübeln und dies fast pausenlos. Nach einer kurzen Regenpause am Samstagnachmittag setzte der Regen in der Nacht wieder kräftig ein. Zwischen 20 Uhr am Samstagabend und 8 Uhr am Sonntag in der Früh gab es im stark getroffenen Altstätten nochmals 38,7 Millimeter. In den direkt angrenzenden Gebieten war der Niederschlag schon deutlich schwächer. In Altenrhein gab es in der gleichen Zeitspanne 27,3 Millimeter, in Kriessern 15,7 und in Gais 12,4 Millimeter. Sehr negativ machte sich für diese Gebiete die eher seltene, feuchte Nordostströmung bemerkbar. Damit wurde Feuchtigkeit am Alpstein und im Appenzeller Vorderland gestaut.

Radarbild des St. Galler Rheintals mit gelb eingefärbten Regenzellen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sonntagmorgen Am Sonntagmorgen um 07.30 Uhr gab es im Rheintal immer noch Schauer. Radar des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie

Regen lässt am Sonntagvormittag nach

Heute Vormittag muss in der Ostschweiz immer noch mit einzelnen Schauern gerechnet werden, sie können auch das Schadensgebiet nochmals treffen. Am Nachmittag ist es weitgehend trocken. Am Montag und Dienstag bleibt es meist trocken, allenfalls bringt eine Warmfront in der Nacht von Montag auf Dienstag einige Regentropfen, die Mengen bleiben aber so oder so marginal.

Überschwemmte Garageneinfahrt in St. Margrethen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: St. Margrethen Auch in St. Margrethen kam es am Samstag zu Überschwemmungen. Stefan Kobler

Über 72 Stunden mehr als 200 Millimeter Regen

Betrachtet man die Regensumme über drei Tage, so erreicht man im St Galler Rheintal stellenweise Gesamtmengen von mehr als 200 Millimetern. Am meisten Regen gab in Kriessern mit 204,6 Millimetern, in Gais fielen bis am Sonntag um 6 Uhr 201 Millimeter und in Altstätten 202,2 Millimeter. Das betroffene Gebiet wurde in den letzten Jahren bereits von anderen Unwettern getroffen. 2014 führte am 28 Juli ein heftiges Gewitter zu Überschwemmungen in Altstätten, Ende Mai und zu Beginn des Junis 2013 fielen im östlichen Bodenseeraum stellenweise 500 Millimeter Regen in einer Woche.

Überschwemmte Felder im St. Galler Rheintal am Samstag. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Überschwemmungen Der Starkregen führte schon am Samstag in Balgach zu Überschwemmungen. Florian Götz

Grosse Regenmengen von der Zentralschweiz bis Nordbünden

Vom aktuellen Regen war nicht nur das St. Galler Rheintal betroffen. In der Stadt St. Gallen gab es über drei Tage 175 Millimeter Regen, in Lachen fielen 165 Millimeter Regen, am Zürcher Hörnli wurden 127 Millimeter Regen verzeichnet, in Amriswil im Thurgau 123 Millimeter oder in Valbella 111 Millimeter. Auch in diesen Gebieten fällt am Sonntagmorgen noch letzter, schwacher Regen, dann wird es trocken.