Ist Petrus nicht ganz dicht?

Erneut viel Regen! Seit Montagabend gab es im Greyerzerland fast 100 Millimeter Niederschlag. Mehr als 90 Millimeter Regen fielen aber auch in Teilen des Kantons Aargau. Bis am Freitag in der Früh könnten im Osten und in Nordbünden nochmals bis zu 60 Millimeter Regen niedergehen.

Regenstimmung am Dienstagabend am Murtensee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Regenstimmung am Dienstagabend am Murtensee. Werner Zwahlen

Regen ist und bleibt das Wetterthema Nummer 1 im Jahr 2016. Seit Montagabend fielen in der Schweiz wieder sehr grosse Regenmengen. In Marsens im Greyerzerland gab es insgesamt 96 Millimeter Regen. Generell fielen an den westlichen Voralpen sehr grosse Regenmengen. An den Stationen Vevey, Les Avants und Oron im Kanton Waadt gingen überall mehr als 80 Millimeter Regen nieder. Die stärksten Niederschläge gab es dabei in der Nacht zum Dienstag und am Dienstagabend.

Schon wieder der Aargau!

Bereits im Juni wurden Teile des Kantons Aargau von Starkregen heimgesucht. Bei den neuen Niederschlagsereignissen wurden zum Teil die gleichen Gebiete im Kanton Aargau hart getroffen. Die Messstationen Attelwil im Suhretal, Unterkulm im Wynental und Kallern-Posthof auf dem Lindenberg verzeichneten alle mehr als 90 Millimeter Regen seit Montagabend. Sehr nass war es aber auch in Zürich und Luzern mit 75 beziehungsweise 72 Millimetern Regen.

Am Dienstag goss es, wie hier in Gstaad, in strömen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Regen ohne Ende Am Dienstag goss es, wie hier in Gstaad, in strömen. Ueli Klossner

Jetzt folgt noch die Höhenkaltluft

Für die grossen Niederschlagsmengen waren zwei Ereignisse verantwortlich, die dicht hintereinander folgten. Am Montagabend zogen zunächst Gewitterlinien vor allem den Voralpen entlang über die Schweiz. Heftige Gewitter entluden sich besonders über der Innerschweiz, dem Glarnerland und Teilen des Kantons St. Gallen. In der Nacht auf Dienstag folgte eine Kaltfront. Sie brachte verbreitet lang anhaltende Gewitter und Starkniederschlag. Diese Kaltfront blieb am Dienstag stationär über uns liegen und sorgte auch im Laufe des Dienstags immer wieder für Regen. Noch ist die Geschichte nicht ausgestanden. Heute Mittwoch folgt nun noch Höhenkaltluft. Diese führt erneut zu Schauern und teilweise auch wieder Gewittern. Diese Höhenkaltluft zieht erst am Freitagmorgen nach Osten ab. Bis dahin muss vor allem in der Zentral- und Ostschweiz sowie in Teilen des Kantons Graubünden nochmals mit 20 bis 60 Millimetern Regen gerechnet werden. Gleichzeitig sinkt die Schneefallgrenze in den Alpen auf 1700 bis 2100 Meter. Erst auf das Wochenende hin meldet sich der Sommer langsam wieder zurück.