Kommt nach Ostern ein Kälteschock?

Ein hartnäckiger Tiefdruckwirbel über dem Baltikum schaufelt ab Ostern sehr kühle Luft zur Alpennordseite, in der Folge könnte es bis in tiefere Lagen schneien.

Kaltuftvorstösse im April sind nicht aussergewöhnlich, Schneeschauer und Kälte zu dieser Jahreszeit kommen aber immer ungelegen.

Prognose

Ein Diagram zeigt anhand einer Kurve wie sich die Schneefalgrenze bis Mittwoch dem Mittelland nähert Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wintergruss? SRFMeteo

Bereits am Ostersonntag könnte es im Osten stellenweise bis 1000 Meter herab ein wenig schneien. Am Ostermontag sind vor allem an den östlichen Voralpen Schneeflocken bis 800 Meter herab möglich. Ab Dienstag überflutet Polarluft voraussichtlich die gesamte Alpennordseite. Die Schneefallgrenze sackt teils bis ins Mittelland. Im Süden garantiert starker Nordföhn meist noch trockenes und sonniges Wetter. Die hellgraue Fläche zeigt die Schwankungsbreite, und damit die Tag fürTag anwachsende Unsicherheit der Prognose.

Trend

Laut Modellberechnungen könnte sich die Polarluft bis über die Wochenmitte hinaus bei uns einniesten, Schnee sollte kaum noch fallen. Jeweils in den Nächten und in den Morgenstunden sind jedoch sehr starke Fröste möglich.

Kältestress

Die Vegetation ist durch die Reihe von milden Tage bereist rund 3 Wochen ihrer Zeit voraus. Strenger Frost so spät im April könnte blühenden Pflanzen massiv schädigen, man müsste Ernteeinbussen oder sogar komplette Ausfälle bei manchen Kulturen befürchten.

Im Frühling sind die Vorhersagen über 4 bis 5 Tagen hinaus in der Regel eher unsicher. Somit bleibt die Hoffnung, dass der Kaltluftvorstoss nicht so heftig wird und sich die Polarluft rasch wieder verzieht.