Märzwinter, was ist das?

Im März sind im Flachland Kälte, Eis und Schnee unbeliebt, aber späte Winterrückfälle sind keine Seltenheit.
Ein kurzer Blick in die Vergangenheit zeigt es deutlich, der Vorstoss von Polarluft im März ist «normal».

Winter will oft nicht weichen

Die Witterungsklimatologie der Schweiz zeigt, Polarluftausbrüche bis zu den Alpen kommen im März mit grosser Regelmässigkeit vor, winterliche Märztemperaturen sind «die Regel». In Zürich wurde im März 1971 mit minus 14.4 Grad die bisher tiefste Temperatur gemessen. Das Monatsmittel erreichte damals nur 1.5 Grad. Den wärmsten März in Zürich gab es 1994, die Mitteltemperatur lag bei 8 Grad.

Kälterekord

Anfang März 2010 gab es am 9.3. einen eisigen Tiefpunkt: Auf der Schwyzer Glattalp sank die Temperatur auf polartaugliche minus 38.9 Grad!

März 2013 im ganzen Land viel zu kalt

An allen Stationen in der Schweiz lag die Mitteltemperatur im März 2013 um 2 bis 2.5 Grad tiefer als sonst. In Zürich, Basel und Bern gab es den kältesten März seit 25 Jahren. Einzig im schneereichen März 2006 war es in der Ostschweiz und in Nordbünden noch etwas kälter. In St. Gallen herrschte in der letzten Märzwoche markante Kälte. Damals zeigten die Thermometer einen «Höchstwert» von minus 3,8 Grad, so eine kalte zweite Märzhälfte gab es dort letztmals 1962 (Quelle: F. Blumer).

Trend für die erste Märzwoche 2015

Nach einer stürmischen Westwindphase dreht etwa ab der nächsten Wochenmitte die Strömung auf Nord. Damit gelangen voraussichtlich in Schüben arktische Luftmassen zu den Alpen. Immer wieder Schnee bis in tiefe Lagen und eisige Nächte stünden auf dem Programm.

Wahrscheinlich ist diese frostige Periode nicht von Dauer, da dieses Mal über Russland und Skandinavien kein Kaltluftreservoir vorhanden ist.